WhatsApp wird immer unbeliebter

Welchen Messenger nutzen eigentlich meine Freunde? So finden Sie es heraus

Immer mehr Leute kehren WhatsApp den Rücken zu und greifen auf Alternativen zurück. Nun gibt es eine App mit der man den Überblick über alle Nachrichtendienste behält.

  • WhatsApp gerät immer mehr in Kritik.
  • Alternative Messenger-Dienste werden damit immer beliebter.
  • Seit kurzem gibt es eine App, durch die sich alle Messenger bündeln lassen.

München - Gerade in letzter Zeit sorgte WhatsApp für viel Aufsehen der negativen Art. Dies liegt nicht zuletzt an den geplanten gravierenden neuen Veränderungen der allgemeinen Geschäftsbedingungen des größten Chatdienst der Welt. WhatsApp sorgte mit neuen Datenschutzregeln weltweit für Empörung. Die Folge: sie trieben damit Millionen von Nutzer direkt in die Arme der Konkurrenz.

Immer mehr Leute verlassen WhatsApp und greifen auf Alternativen zurück

Kein Wunder also, dass man langsam den Überblick verliert und nicht mehr weiß, auf welchen Apps die eigenen Freunde gerade aktiv sind. Telegram, Signal, Threema und viele weitere Messenger-Dienste gewinnen alle schließlich immer mehr an Beliebtheit. Wer also keine Lust hat bei allen Kontakten nachzufragen, auf welchen Apps sie erreichbar sind, der kann sich über die App DM Me freuen. Die kostenlose Android-App teilt Ihnen nämlich durch Analyse Ihrer Kontakte mit, wo Sie diese erreichen können.

Einen Haken hat die App aber leider: Sie braucht vollen Zugriff auf alle Kontakte. Klingt auf der einen Seite auch logisch, da sie sonst ja auch gar nicht funktionieren könnte. Doch DM Me ist nicht Open Source, was übersetzt bedeutet, dass der Quellcode der Software nicht offen und frei zugänglich ist. Aus diesem Grund weiß man als Nutzer der App also nicht, was genau DM Me mit den eigenen Daten anstellt.

WhatsApp über DM Me öffnen: So erreicht man seine Chat-Partner

Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt und sich trotzdem noch dazu entscheidet DM Me zu nutzen, der kann sich auch über einige Vorteile freuen. Die gut durchdachte App listet zu Beginn alle Messenger auf, die Sie selbst bereits installiert haben. Dort können Sie nun nach Priorität sortieren. Danach wird Ihnen eine Liste Ihrer Kontakte aufgezeigt. Unter den Namen der jeweiligen Kontakte sehen Sie dann kleine Icons, die angeben auf welchen Apps sie Ihre Chat-Partner erreichen können.

Je nachdem, welche Einstellungen Sie zuvor getroffen haben, wird dann ein Messenger geöffnet. Haben Sie beispielsweise WhatsApp als Favorit ausgewählt und ihr Kontakt hat die App ebenso, wird WhatsApp automatisch per Klick auf den Kontakt geöffnet. Es lassen sich auch Favoriten oben anheften und man kann die Möglichkeit SMS zu schicken deaktivieren.

Entwickler der App ist ein 21-jähriger Mann aus Israel. Sein Ziel war es, die Fragmentierung der Nutzer in die verschiedenen Nachrichtendienste zu vermeiden. Mit seiner App fand er die nahezu perfekte Lösung dafür. Nur werden Gruppenchats bei DM Me nicht unterstützt. (lp)

Rubriklistenbild: © Catherine Waibel/dpa

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