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In vier Schritten mehr Privatsphäre sichern: Diese Datenschutz-Tipps sollten WhatsApp-User kennen

Für WhatsApp-User kann ein Blick auf ihre Datenschutz-Einstellungen nicht schaden. Denn, was viele nicht wissen: In vier einfachen Schritten kann für deutlich mehr Privatsphäre gesorgt werden.

München - So praktisch und unkompliziert die Kommunikation seit Einführung von WhatsApp ist, so sollten sich Nutzer auch immer Gedanken über den Datenschutz machen. Denn wie bei vielen anderen Anwendungen, gibt man mit der Nutzung der Messenger-App viele Informationen über sich und sein Nutzerverhalten preis. Zumindest, wenn man die Standardeinstellungen nicht noch einmal überprüft und anpasst.

WhatsApp-Tipps für Ihren Datenschutz: In vier Schritten mehr Privatsphäre schaffen

Mit vier einfachen Schritten kann man in Sachen Privatsphäre jedoch schon einiges bewirken. Und so funktioniert es: Für alle folgenden Tipps müssen User zuerst WhatApp öffnen und dann unten rechts Einstellungen auswählen. Hier landet man wiederum mit einem Klick auf „Datenschutz“ bei den wichtigsten Menüpunkten.

WhatsApp-Profilbild: Wer soll Ihr Foto sehen können?

1. Profilbild: Bei der Standardeinstellung von WhatsApp kann jeder beliebige Nutzer die Profilbilder von anderen sehen. Mit einem Klick auf Profilbild können die User aber selbst entscheiden, ob das eigens ausgewählte Foto „Jeder“, „Niemand“ oder nur die eigenen Kontakte („Meine Kontakte“) zu Gesicht bekommen. Unter „Meine Kontakte“ fallen dabei alle Nummern, die man selbst im Telefonbuch eingespeichert hat.

WhatsApp-Status: Personenkreis selbst bestimmen

2. Status: Ähnliches gilt für den eingestellten Status. Kurz zur Erklärung: Im Status können Texte, Fotos, Videos und GIFs geteilt werden, die nach 24 Stunden wieder verschwinden. Diese sind zwar ohnehin nur für die eigenen Kontakte sichtbar, doch Nutzer können den Personenkreis noch weiter einschränken. Bei „Meine Kontakte außer ...“ können zum Beispiel Kontakte eingegeben werden, die man lieber ausschließen möchte (bei pikanteren Fotos etwa den eigenen Chef oder bei jüngeren Nutzern vermutlich auch mal die Eltern). Diese Auswahl funktioniert auch umgekehrt: Wer „Teilen nur mit ...“ anklickt, kann dort gezielt nur die Personen eingeben, denen der eingestellte Status angezeigt werden soll.

Online-Status bei WhatsApp: Wer sieht, wann Sie zuletzt online waren

3. Zuletzt online: Auch bei dieser Auswahlmöglichkeit können WhatsApp-User für mehr Privatsphäre sorgen. Standardmäßig wird diese Information nämlich jedem angezeigt. Doch es kommt vor, dass man sich regelrecht kontrolliert fühlt durch diese Funktion. Ungeduldige Gesprächspartner schielen schon mal regelmäßig auf den Online-Status des anderen, um zu sehen, ob und wann derjenige zuletzt WhatsApp geöffnet hatte. Spätestens wenn dann noch vorwurfsvolle Nachrichten wie „Warum schreibst du nicht zurück, du bist doch online?“ kommen, könnte der richtige Zeitpunkt sein, den Menüpunkt „Zuletzt online“ anzupassen*. Dazu ähnlich wie schon beim „Profilbild“ die Standardeinstellung von „Jedem“ zu „Niemand“ ändern oder diese Information zumindest nur mit den eigenen Kontakten teilen.

Kontakte, die ihren eigenen Online-Status verbergen, können selbst übrigens auch nicht mehr sehen, wer wann zuletzt online war.

Lesebestätigung bei WhatsApp: Selbst bestimmen, wie viel man verrät

4. Lesebestätigung (blaue Häkchen): Ähnlich wie schon bei der Funktion Zuletzt online kann auch bei der Lesebestätigung für mehr Datenschutz* gesorgt werden. Zur Erinnerung: Nachrichten in WhatsApp können einen grauen Haken, zwei graue oder zwei blaue Haken haben. Die Bedeutung ist schnell erklärt:

Ein grauer Haken: Die Nachricht wurde erfolgreich versendet.
Zwei graue Haken: Der Empfänger hat die Nachricht erhalten. Allerdings bedeutet dies nicht, dass dieser die Nachricht auch bereits gelesen hat.
Zwei blaue Haken: Nun hat der Empfänger die Nachricht auch gelesen.

Doch nicht alle Nutzer wollen, dass jeder nachvollziehen kann, ob man eine Nachricht schon gelesen hat. Im Menüpunkt Lesebestätigungen kann der standardmäßig auf grün eingestellte Regler ausgeschaltet werden. Dann werden die blauen Haken nicht mehr angezeigt. Umgekehrt sieht man diese dann auch bei den anderen nicht mehr.

Ob und wie weit Nutzer von den genannten Möglichkeiten Gebrauch machen möchten, liegt natürlich bei jedem selbst. WhatsApp-Nutzer sollten sich in jedem Fall darüber bewusst sein, dass sie selbst entscheiden können, wer welche Informationen über das eigene Nutzerverhalten einsehen kann. Den Wünschen seiner User will der Messenger-Riese auch mit einer geplanten neuen Funktion nachkommen. Schon bald soll WhatsApp auf mehreren Mobilgeräten gleichzeitig zu nutzen sein. Gleichzeitig hat WhatsApp hat eine Änderung in Vorbereitung - die von Nutzern akzeptiert werden muss, um den Messenger weiter nutzen zu können. Nun erklärt der Messenger, was dahinter steckt. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.(va)

Rubriklistenbild: © Arno Burgi/dpa

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