ActiveRouting mit GPS

Himmlische Wegweisung

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Dank neuester GPS-Technologie draußen immer auf dem richtigen Weg.

Die GPS-Technologie beim Outdoor-Sport wird immer beliebter, die Technik dafür immer spezifischer. Hier stellen wir Ihnen die neusten Trends in der GPS-Navigation vor:

Es gibt vermehrt Sportuhren mit GPS-Funktion oder entsprechende Anwendungen für Smartphones, doch herkömmliche GPS-Geräte sind nach wie vor in Sachen Empfang, Detailgenauigkeit, Akkuleistung und Robustheit überlegen.

GPS-Technologie

GPS bedeutet „Global Positioning System“, ein System zur Navigation mit Hilfe von Satellitensignalen. 1978 wurden die ersten Satelliten ins All geschossen, damals zu rein militärischen Zwecken. Heute umkreisen 32 Satelliten die Erde und senden ihre Signale herab. Das GPS-Gerät empfängt die Signale und berechnet daraus die aktuelle Position.

GPS-Geräte kann man unterschiedlich nutzen. Eine der häufigsten Anwendungsbereiche ist das Routing. Hier wird die Tour als Route daheim am Computer mit einer speziellen Landkartensoftware geplant und auf das GPS-Gerät übertragen. Das Problem bisher: Der Sportler konnte ähnlich wie beim Navi im Auto nur angeben, wohin er will, aber nicht wie. Je nach sportlicher Aktivität bzw. persönlichem Können oder Fitness, unterscheiden sich aber die Anforderungen an die Route: Ein geübter Bergsteiger will anspruchsvollere Wege gehen wie ein gemütlicher Wanderer, und wo ein technisch guter Mountainbiker beispielsweise noch Spaß hat, muss ein anderer sein Rad bereits schieben oder tragen. Das völlig neu entwickelte „Active Routing“ will hier Abhilfe schaffen. Wandern, Bergsteigen, Mountainbike, Tourenrad – auf Basis der eingegebenen sportlichen Aktivität erstellt das GPS-Gerät bzw. der Computer sportartspezifische Routenvorschläge. Peter Weirather vom GPS-Spezialisten Garmin: „Active Routing bringt für Outdoor-Aktive einen enormen Zusatznutzen bei der Planung und liefert tolle Routenvorschläge, die sich entsprechend der individuellen Vorlieben und physischen Möglichkeiten auch noch anpassen lassen.“

Wo geht’s lang? Auch immer mehr Radsportler vertrauen bei der Tourenplanung auf moderne GPS-Navigation.

Die Funktion ist bei den neuen Garmin-Karten Topo Deutschland 2012 Pro und TransAlpin 2012 Pro integriert. Die je nach Aktivität empfohlenen Wege werden mit farblicher Hervorhebung zur besseren Orientierung dargestellt. Die Routenvorschläge berücksichtigen markierte und empfohlene Rad- und Wanderwegen. Ganz billig ist die neue Art der Outdoor-Orientierung nicht: Die neue Topo Deutschland 2012 Pro Outdoornavigation mit aktualisiertem Kartenmaterial im Basismaßstab 1:25 000 und ActiveRouting kostet 199 Euro (für Deutschland gesamt), ist aber mit vielerlei Garmin-Geräten kompatibel. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.garmin.de/activerouting, viel Wissenswertes über GPS allgemein unter www.kowoma.de/gps oder in Kürze unter www.gps-auf-outdoortouren.de.

Die Natur wahrnehmen

Haben Sie Fragen und Anregungen zu unserer wöchentlichen Draußen-Seite? Unsere Autorin Petra Rapp ist für Sie unter folgender E-Mail-Adresse erreichbar: tzdraussen@googlemail.com

„Wer ein Handy bedienen kann, kann auch ein GPS-Gerät bedienen“, versucht Christian der tz-Autorin die Berührungsängste vor der Technologie zu nehmen. Nun gut. Recht viel größer als ein Handy sind die modernen GPS-Geräte auch nicht und bedienerfreundliche Touchscreens haben sie auch. Ungewohnt ist es dennoch für nicht ganz so technikaffine Menschen, die noch mit Karten großgeworden sind. Man kommt nicht umhin, sich etwas Zeit und die Bedienungsanleitung in die Hand zu nehmen und zu üben, um mit dem Gerät vertraut zu werden. Sie machen einem dann das Outdoor-Leben mit Sicherheit wesentlich leichter. Aber: GPS einschalten heißt nicht, das Gehirn und die eigene Wahrnehmung in der Natur ausschalten! Auch, wenn heute so gut wie überall Empfang ist, Technik bleibt Technik und kann immer mal ausfallen. Dann geht nichts über einen gut geschulten Orientierungssinn oder eine zusätzliche Karte samt Kompass im Rucksack. Und: Bei der Auswahl der Tour – mit oder ohne GPS – ist immer eine gesunde Selbsteinschätzung gefragt, um nicht trotz GPS auf der Strecke zu bleiben.

GPS kostenlos am Berg testen

Wer ein GPS-Gerät in der Praxis am Berg ausprobieren möchte, hat dazu bis 4. November auf der Kampenwand in Aschau im Chiemgau Gelegenheit. Dort kann man sich im Testcenter an der Bergstation der Kampenwandbahn kostenlos ein Garmin-GPS-Gerät wie auch Lowa-Bergschuhe ausleihen. Auf den Geräten sind eine Teststrecke sowie ein Kindercache (GPS-Schnitzeljagd) gespeichert, der entlang der Teststrecke gemacht werden kann. Zum Ausleihen Ausweis oder Führerschein mitbringen. Nähere Infos: www.kampenwand.de.

P.R.

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