Fünf Tipps für Herbst und Winter

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Radcheck im Herbst.

Egal, ob man dem Fahrrad im Herbst und Winter eine Auszeit gönnt oder weiter in die Pedale tritt – ein kurzer Radcheck und etwas Pflege ist unbedingt notwendig.

Wer übrigens nicht selbst Hand anlegen will, überlässt sicherheitsrelevante Eingriffe am besten dem Fachmann. Der Verbund Service und Fahrrad e.V. (www.vsf.de) bietet einen speziellen Wintercheck zum moderaten Nachsaison-Preis an. Hier die wichtigsten Tipps:

1. Bremsen checken

 Die Bremsen eines Fahrrads sollten zu jeder Jahreszeit einwandfrei funktionieren. So sind Bremsbeläge und Felgen bei Verschleiß umgehend auszutauschen. „Markierungen an den Bremsbelägen sowie Felgen geben hier Aufschluss über die bestehende Funktionstüchtigkeit“, erklärt Peter Horsch vom Fahrradhersteller Riese und Müller.

2. Bodenhaftung erhöhen

 „Wenn die Straßen und Wege glatt sind, kann man ruhig etwas Luft ablassen. Das erhöht die Auflagefläche und damit die Traktion des Reifens. Der auf der Reifenflanke angegebene Minimalwert sollte aber nie unterschritten werden“, so René Marks vom Reifenhersteller Schwalbe.

3. Kette geschmeidig halten

Wie die menschliche Haut, verlangt auch das Bike in der nasskalten Jahreszeit nach etwas mehr Pflege. Wasser in all seinen Aggregatzuständen und Fahrbahnschmutz erhöhen den Verschleiß der Kette, der sich spätestens durch Quietschgeräusche und Rostbildung bemerkbar macht. Empfohlen wird als Minimalbehandlung, die Kette immer mal wieder mit einem öligen Lappen sauber zu wischen.

4. Verbindungen fetten

Dort, wo blanke Metalle direkten Kontakt haben, kann eindringende Feuchtigkeit zu Kontaktkorrosion führen. Bauteile wie Sattelstütze, Schnellspanner und Pedalgewinde sollten daher immer mit etwas Fett oder Montagepaste versehen werden. Bewegliche Teile wie die Schaltung können ab und zu etwas Sprühöl vertragen. Ein Kontakt der Schmiermittel mit Bremsbelägen, Felgen und Bremsscheiben sollte jedoch tunlichst vermieden werden.

5. Licht im Dunkeln

Die Straßenverkehrstauglichkeit eines Fahrrads nach StVZO § 67 schreibt mindestens eine Schlussleuchte, einen Scheinwerfer, einen Rückstrahler sowie Seiten- und Pedalstrahler vor. Gute Nachricht für Sportler: Wenn das Rad weniger als 11 Kilogramm wiegt, dürfen auch Akku-Lichter zum Einsatz kommen, die nicht fest am Bike montiert sind. Viele Radhändler bieten hier moderne Sorglos-Lichtanlagen an: vom preisgünstigen, batteriebetriebenen Anklipp-Lichtset mit Straßenverkehrszulassung bis zum umfangreich programmierbaren Highend-Scheinwerfer mit Hochleistungsakku. Ein genereller Funktionscheck vor dem Biken ist bei allen Lichtern angesagt.

Petra Rapp

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