Nordkorea erneut von Erdbeben erschüttert

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Auf Fischerhöfen in Bayern

Frische Fische: Alles rund ums Thema Angeln lernen

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Angeln gehört zu den beliebtesten Sportarten der Welt, doch einen Fisch an Land ziehen ist gar nicht so leicht – und auch nicht jedermanns Sache. Doch ein bisschen Anglerlatein zu kennen, ist nie verkehrt.

Hans vom Ferienhof Schmidtner.

Es hat schon was ziemlich meditatives, frühmorgens, wenn der Nebel noch auf dem Wasser liegt, mit einem Fischerboot hinauszufahren auf den See. Und Kinder, vor allem Jungs, finden Angeln sowieso megaspannend. Wer ins Angeln einmal hineinschnuppern, dabei aus professioneller Hand viel über Fische und die Fischerei lernen möchte, kann das auf sehr angenehme wie spannende Weise bei einem Aufenthalt auf einem der Fischerhöfe in Bayern tun. Gerade jetzt im Herbst ist die beste Jahreszeit, um große Fische zu fangen. Es wird langsam kühler. Die Wassertemperatur fällt. Den Fischen wird bewusst, dass sie sich für den kommenden Winter genügend Fett anfressen müssen und beißen deshalb entsprechend gerne an.

Beim Ferienhof Schmidtner im Altmühltal 

Auch im Altmühltal gibt's Fische.

Hans vom Ferienhof Schmidtner leiht seinen kleinen Gästen schon mal seine Angel. Und sollten die Kurzen den großen Fang machen, dann richtet sich die Angelgebühr nach dem Gewicht von gefangenem Karpfen, Hecht, Zander oder Rotauge. Mitte der 60er-Jahre hat Hans Schmidtner einen Fischweiher auf dem Grundstück angelegt. Heute speist der Biberbach, der durch das Schmidtner-Grundstück fließt, mehrere Weiher. Gäste des Schmidtnerhofs haben die Weiher exklusiv für sich. Wer keine Lust aufs Selberangeln hat, muss trotzdem nicht hungern. Dann zieht Hans eben eine gesunde und leckere Fischmahlzeit an Land.

 

Beim Thomafischer am Chiemsee

Auf vielen Fischerhöfen in Bayern lernt man den Umgang mit Netz und Angel.

„Beim Karpfenangeln sind die Wochen, nachdem die Wassertemperatur unter 16 Grad fallen, unglaublich gut. In dieser Zeit fressen die Karpfen im Vergleich zu den Vormonaten wesentlich mehr“, erklärt der Thomafischer vom Chiemsee. „Unser Hauptfisch hier am Chiemsee ist aber die Renke. Die Renken-Zeit dauert noch so bis maximal Mitte Oktober“. Wissen vom Profi. Berufsfischen hat am Chiemsee, Bayerns größtem See, eine lange Tradition. 16 Familien betreiben noch heute aktiv die Berufsfischerei. Irmi und Heinz Wallner blicken mit ihrem Fischereihof „Thomafischer“ auf eine weit über 100 Jahre alte Geschichte zurück. „Der Betrieb am Dampfersteg in Chieming ist seit 1890 in Besitz meiner Familie“, erzählt Thomafischerin Irmi. Die Thomafischer, direkt am Ostufer des Chiemsees zwischen Strandbad und Landungssteg beheimatet, nehmen ihre Gäste gerne frühmorgens mit hinaus auf den See. Damit sie über den Fisch und das Fischen lernen, den sie fangfrisch später verspeisen. Übrigens: Beim Thomafischer gibt’s auch direkt am See vier Ferienwohnungen und ein Ferienhäusl.

 

Beim Berufsfischer Hirn am Starnberger See 

Vor allem Jungs sind schnell vom Angelsport begeistert.

Deutschlands fünftgrößter See ist nicht nur der liebste Badeplatz der Münchner – sondern auch der Todsort von Bayernkönig Ludwig II. Der Würmsee, wie er zu Königs Zeiten noch hieß, ist rund um Ambach vielleicht am allerschönsten. Und wer gar in einem der Gästezimmer der Familie Hirn wohnt, genießt den unbezahlbaren Luxus eines eigenen Badestrands. Wer aber nicht nur faulenzen möchte, der fährt auch hier frühmorgens mit den Berufsfischern aus Ambach hinaus auf den See und lernt von ihnen so einiges an Anglerlatein.

 

Beim Gowerlhof in Tirschenreuth 

Viel rund um den Fisch gibt es auch in der Oberpfalz, das Fischereimuseum in Tirschenreuth zum Beispiel. Und der Gowerlhof in Rothenbürg bei Tirschenreuth ist bekannt für sein traditionelles Kinderabfischen während der Fischwochen im Oktober. Dann wird quasi der Stöpsel aus dem Angelteich gezogen – und die fangfrische Beute wandert vom Teich direkt auf den Teller. Ein Erlebnis für Groß und Klein. Aber nicht nur im Oktober dreht sich bei Familie Zeitler alles ums Thema Fisch. Petrijünger finden an den Teichen ihr Nirvana – und schauen nachmittags Elisabeth Zeitler beim Karpfenfiletieren über die Schulter.

von Petra Rapp

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