Durch Wasserwalze gespült: Junger Mann stirbt in der Isar

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Gut gepflegt geht’s besser

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Gut gepflegte Schuhe lassen Wasser abperlen.

Hochwertige Wanderschuhe kosten heutzutage 120 Euro aufwärts. Nur gut, dass die Stiefel bei Otto-Normal-Wanderer eine Lebensdauer von 20 ­Jahren haben können.

Dabei liegt der Knackpunkt nicht an der Sohle; viele Hersteller bieten Neu­besohlungen für rund 50 Euro an. Nein, die empfindliche Stelle ist der Schaft und hier vor allem das Leder. Nur wer seine Stiefel regelmäßig pflegt, wird daran dauerhaft Freude haben.

Für Outdoor-Schuhe gibt es viele Spezielle Pflegemittel.

Wie Holz ist auch Leder ein Naturprodukt, das seine Konsistenz ändert und regelmäßig „Nahrung“ braucht. Andernfalls wird es spröde, es bricht und kann seine Aufgaben nicht mehr erfüllen: dem Fuß ­Stabilität zu geben, Wasser und Schmutz abzuwehren. Gönnen Sie Ihren Stiefeln möglichst nach jeder Tour, spätestens jetzt zum Saisonende, eine Wellness-Behandlung – und die geht so:

  • Fußbett
  • Schnürsenkel herausziehen und groben Schmutz unter fließendem warmem Wasser mit Hilfe einer Bürste entfernen. Feinen Dreck oder eine Staubschicht mit einem feuchten Tuch abwischen. Spezielle Mittel (z. B. das Nikwax Reinigungsgel) helfen dabei, den Dreck auch aus den eventuell vorhandenen textilen Elementen des Schafts zu lösen.
  • Auch das Innere von Schuhen kann man feucht auswischen. Bei Gore-Tex-Futter sollte man dabei kein Reinigungsmittel verwenden, sondern nur Wasser.
  • Schuhe trocknen lassen, aber bitte langsam!
    Niemals die Stiefel in die pralle Sonne, auf einen Heizkörper oder einen Ofen stellen! Hitze ist der größte Feind des Leders, sie entzieht ihm sämtliche Stoffe, die es geschmeidig halten. Und: Ist das Leder einmal spröde und brüchig, lässt es sich nie wieder „gesundpflegen“.
  • Nun kommen die Pflegemittel zum Einsatz. Dabei muss man die Gebrauchsanweisung beachten, denn die Anwendung ist unterschiedlich. In jedem Fall: Finger weg von Ölen und Fetten, sie beeinträchtigen die Atmungsaktivität zu sehr.

Besser: die ­Stiefel mit Schuhwachs (z. B. dem umweltfreundlichen Shoe­Wax von Fibertec) einreiben, es nährt das Leder und hält es ­geschmeidig. Wachs trägt man dünn mit einem Schwamm oder Tuch auf, „massiert“ es ein und lässt es einige Stunden einziehen, ehe man die Schuhe ­poliert. Bei alledem die Nähte, die Zunge und die Beugefalten nicht ­vergessen!

  • Für Velour- oder Nubukleder gibt es spezielle Pflegemittel etwa von Nikwax. Diese Raulederarten werden durch ­eine Wachspackung glatter und dunkler. Das tut der Funktion ­jedoch keinen Abbruch. Und mittels einer Nubukbürsten-Politur lässt sich die Oberfläche meist wieder aufrauen.
  • Gewachstes Leder lässt Wassertropfen abperlen. Das ist wichtig für die Atmungsaktivität von Schuhen, denn ein Wasser- oder Schmutzfilm auf der Ober­fläche erschwert den Luftaustausch. Aus demselben Grund sollten vor allem textile Abschnitte des Schafts mit einem Imprägnierspray (z. B. Hightec Proof von ­Holmenkol) behandelt werden. Gebrauchsanweisung beachten!
  • Zum Überwintern die Schuhe trocken und luftig lagern. Schuhspanner aus Holz bewahren die Form.
Wünschen Sie weitere Infos zu unseren Themen? Oder haben Sie einen Tipp, was sich draußen bewegt? Ingo Wilhelm freut sich auf Ihre E-Mail: draussen@tz-online.de

herausnehmen und an der Luft trocknen lassen. Bei starker Verschmutzung etwa durch Schweiß kann man Einlegesohlen in warmem Wasser reinigen.

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