Das kleine ABC des Kletterns

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Grigri: Halbautomatisches Sicherungsgerät, das die Seilreibung gegenüber HMS verringert und eher in Halle/ Klettergarten zum Einsatz kommt. Aber die Handhabung des Grigri will geübt sein – bei falscher Anwendung, vor allem beim Ablassen, kann das Seil ruckartig durchrutschen.
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Rotpunkt: Als die Sportkletterbewegung den Sprung über den Ozean geschafft hat, begann der 2010 tödlich abgestürzte deutsche Kletterpionier Kurt Albert, an frei durchstiegenen Kletterrouten einen roten Punkt zu malen. Dieser rote Punkt wurde zum Symbol des Freikletterns. Heute nennt man eine Tour „rotpunkt geklettert“, wenn sie ohne technische Hilfsmittel und ohne im Seil zu hängen im Vorstieg durchstiegen wurde.
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Flash: So heißt eine im ersten Versuch gekletterte Tour, nachdem man einen anderen Kletterer darin gesehen oder von ihm Tipps bekommen hat.
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Onsight: Wird eine Tour ohne Besichtigung im ersten Versuch im Vorstieg durchstiegen, gilt sie als onsight geklettert.
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Vorstieg / Nachstieg: Der Seilerste klettert (im Vorstieg) eine Route und zieht dabei das Seil von unten hinter sich her, um es alle paar Meter in eine Zwischensicherung einzuhängen. Bei einem Sturz ist die Fallhöhe doppelt so hoch, wie der Kletterer sich über der zuletzt eingehängten Zwischensicherung befindet. Im Nachstieg folgt der Kletterer am Seilende dem Vorsteiger, der das Seil permanent straff hält, sodass bei einem Sturz die Fallhöhe minimal ist.
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Toprope: Hier wird das Seil in einem Umlenkhaken am obersten Punkt der Kletterroute eingehängt. Der Sichernde steht am Wandfuß, der Kletternde wird dank Umlenkung permanent von oben gesichert. Oft gebräuchlich beim Üben in der Halle oder im Kletterhaken (zum Einhängen allerdings muss die Route einmal im Vorstieg begangen werden).
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HMS: Derjenige, der den Kletternden sichert, muss das Seil im Fall eine Sturzes halten können, ohne sich durch die Reibung die Finger zu verbrennen. Eine der gebräuchlichsten Sicherungsmethoden beim Alpinklettern ist die Halbmastwurfsicherung: eine Kombination aus HMS-Knoten und passendem Karabiner.
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Zwischensicherung: Eine Seillänge beträgt in der Regel 50 Meter. Würde ein Kletterer am Ende stürzen, betrüge die Fallhöhe 50 plus 50, also 100 Meter. Um die Sturzhöhe zu verringern, werden Zwischensicherungen angebracht. An Fixpunkten (wie z.B. Haken) hängt der Kletternde deshalb eine sogenannte Expresse (reißfeste Schlinge mit je einem Karabiner am Ende) ein: Der eine Karabiner wird am Fixpunkt eingehängt, durch den anderen das Seil geführt.

Eine Onsight-Begehung mit Friends absichern? Das Kletter-Kauderwelsch ist für Laien kaum verständlich – wir erläutern die wichtigsten Begriffe.

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