Für Ausdauerfreaks

Extrem unterwegs in den Bergen

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„Alpine Quattrathlon“ im Juli für Ausdauerfreaks: Sie sind auf Rennrad wie Mountainbike fit? Mit Laufschuhen auf Asphalt wie im Gelände? 

Im Laufschritt auf oder gar über die Berge, Transalps per Bike oder multisportive Ultrawettkämpfe – das alles gemeinsam mit Gleichgesinnten. Immer mehr Sportler suchen den großen Kick.

Der Transalpine-Run

Bei immer extremer werdenden Bergsportveranstaltungen testen sie ihre ganz persönlichen Grenzen aus. Der „Transalpine-Run“ ist eine dieser Veranstaltungen, die Sportler aus der ganzen Welt anzieht. Das mehrtägige Alpencross-Laufevent, den die Marke Goretex 2005 ins Leben gerufen hat, ist jedes Jahr ziemlich schnell ausgebucht. Jetzt hat man sich eine weitere Herausforderung für alpine Gipfelstürmer einfallen lassen: den „Alpine Quattrathlon“.

Der Alpine Quattrathlon

Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno freut sich auf die Berge.

In vier Tagen führt er die Teilnehmer Ende Juli durch vier Länder (auch ein Eckerl Deutschland ist dabei) – und das in vier verschiedenen Disziplinen. Mit dem Rennrad, dem Mountainbike, im Trail- und beim Roadrunning geht’s ins Alpenabenteuer, bei dem es laut Veranstalter aber nicht um Zeit und Platzierung, sondern ums Erlebnis an sich gehen soll. Eins, das auch Deutschlands derzeit bester Triathlet, Jan Frodeno, auf sich nehmen will. Den 32-jährigen Olympiasieger von Peking und Teamweltmeister, dessen Saisonhöhepunkt in diesem Jahr der Ironman auf Hawaii ist, faszinieren die Berge. Der gebürtige Kölner lebt in Saarbrücken, aber es zieht ihn gerne zum Radfahren in die Alpen.

Die Berge stellen sich einem in den Weg

„Es gibt nicht viel Schöneres, als in der Sonne einen kilometerlangen Alpenpass zu überqueren. Fit sollte man dafür sein, sonst tut es schon weh. Aber es ist einfach ein tolles Gefühl, allein mit sich dort in der Natur zu sein.“ Und warum jetzt mit vielen anderen der Quattrathlon? „Ich wurde vom meinem Ausrüster gefragt, ob ich Zeit und Lust habe. Da habe ich sofort zugesagt. Das ist mal was völlig anderes für mich. Ich sehe mir immer gerne neue Sachen an, fahre auch Mountainbike und bin beim Lauftraining oft trailmäßig unterwegs. Ich denke, das wird mir Spaß machen und bricht den langweiligen Trainingsalltag etwas auf“, meint er. Die größte Herausforderung bei diesem Quattrathlon sieht Frodeno in der Kombination aus den verschiedenen Disziplinen und „natürlich auch in den Bergen, die sich einem dabei in den Weg stellen. Wenn dann auch noch das Wetter nicht mitspielt, dann wird’s eine richtige Challenge.“

"Stillstand ist Rückschritt"

Als Triathlonprofi ist er große Herausforderungen gewohnt, aber neben ihm werden überwiegend Hobbysportler unterwegs sein. Warum glaubt er, tun sich immer mehr in ihrer Freizeit so extreme Strapazen an? „Ich denke, das ist einfach die Natur des Menschen, sich immer neuen Herausforderungen zu stellen. Und solange das Ganze im vertretbaren Rahmen bleibt, kann ich dem auch nichts Schlechtes abgewinnen. Als Hochleistungssportler strebt man ja auch immer danach, sich weiterzuentwickeln. Stillstand ist Rückschritt“, sagt Frodeno.

Leidenschaft für's Abenteuer

Freizeitsportler müssen für derartige alpine Outdoor-Events neben der entsprechenden körperlichen Fitness und einer gesunden Selbsteinschätzung laut Frodeno vor allem Leidenschaft für ein solches Abenteuer  mitbringen. Er hat sie, ist fit und wird sich auch nicht speziell auf diesen Quattrathlon vorbereiten. „Für mich geht es hier wie für alle Teilnehmer ums Dabei sein, die Berge neu zu erleben und Spaß haben!“

„Alpine Quattrathlon“ – die Fakten

Vom 24. bis 27. Juli 2014 müssen beim Alpine Quattrathlon vier verschiedene Etappen gemeistert werden: Start ist in Warth (Österreich). Im Trailrunning-Outfit überwinden die 30 Teilnehmer 25 Kilometer lang Stock und Stein, lassen den Schrofenpass hinter sich und erreichen am ersten Abend ihr Ziel in Lech (Österreich). Am nächsten Tag steht eine Rennrad-Challenge über 140 Kilometer durch die Berge von Lech nach Graun (Österreich) auf dem Programm. Auf der dritten Etappe warten anspruchsvolle Mountainbike-Trails, auf denen etwa 1700 Höhenmeter bis ins 45 Kilometer entfernte Mals (Südtirol) zu überwinden sind. 30 Kilometer Roadrunning zum Ziel in Latsch (Italien) fordern am vierten Tag die letzten Reserven.

Quattrathlon

  • Warth – Lech: Trailrun
    Distanz: 25 km
    Höhenmeter: 1200 m
  • Lech – Graun: Rennrad
    Distanz: 140 km
    Höhenmeter: 2300 m
  • Graun-Mais: Mountain Bike
    Distanz: 45 km
    Höhenmeter: 1700 m
  • Mais - Latsch: Laufen
    Distanz: 30 km
    Höhenmeter: 200 m

Die Teilnehmer werden während der gesamten Tour mit Laufschuhen und Bekleidung von Asics sowie Bike-Bekleidung von Gore Bike Wear ausgestattet. Fahrräder, Helme und Bikeschuhe werden ebenfalls gestellt. Eine Jury entscheidet am 13. Juni über die Teilnahme. Mehr Infos und Bewerbungen unter www.experience-tour.com.

Petra Rapp

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