1200 Flüchtlinge aus Tunesien verlassen Lampedusa

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Ein Flüchtlingsboot am Mittwoch bei Lampedusa vor einem Schiff der italienischen Marine.

Lampedusa - Die italienische Regierung ist um Entspannung auf der heillos überfüllten Flüchtlingsinsel Lampedusa bemüht. Bis zum Mittwochabend sollten 1200 der weit mehr als 5500 Immigranten dort verlegt worden sein.

Das berichtete Innenstaatssekretär Alfredo Mantovano dem Parlament in Rom. Etwa 670 Flüchtlinge würden nach Süditalien geflogen, bis zu 600 sollten mit dem Marineschiff “San Marco“ nach Sizilien gebracht werden. Seit dem Umsturz in Tunesien im Februar sind nach Mantovanos Angaben etwa 10 000 Flüchtlinge von der Insel aus in andere italienische Aufnahmelager transportiert worden.

Auf der nur 130 Kilometer von Tunesien entfernten Insel gab es zuletzt mehr Flüchtlinge als Reguläre Einwohner. Die Tunesier seien illegale Einwanderer, sie würden also registriert und dann abgeschoben, sagte Verteidigungsminister Ignazio La Russa am Mittwoch. Anders als in Libyen gebe es in Tunesien keinen Krieg, begründete er seine Haltung.

dpa

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