Ägypten: Letzte Runde der Unterhauswahlen

Kairo - Mit langen Schlangen vor den Wahllokalen hat in Ägypten am Dienstag die dritte Runde der Parlamentswahl begonnen. Wie viel Einfluss die Wähler noch auf den Ausgang nehmen können.

Rund 14 Millionen Wähler in neun der 27 Provinzen des Landes waren aufgerufen, über 150 Parlamentssitze zu entscheiden. Die Abstimmung sollte am Dienstag und Mittwoch stattfinden; es galt jedoch als unwahrscheinlich, dass sie den Wahlausgang noch beeinflussen kann.

Nach den ersten beiden Wahlgängen lag die islamistische Allianz aus Muslimbruderschaft und ultrakonservativen Salafisten mit rund 70 Prozent vorn. Liberale und säkulare Gruppen, die maßgeblich zum Sturz von Staatschef Husni Mubarak beitrugen, schnitten deutlich schlechter ab. Die Provinzen, in denen Dienstag und Mittwoch gewählt wird, gelten ebenfalls als Hochburgen der Islamisten.

Letzter Wahlgang in Ägypten

Dritte Runde: Parlamentswahlen in Ägypten

Es ist der letzte von drei Wahlgängen zum 498 Sitze zählenden Unterhaus. Das komplizierte Wahlsystem führt dazu, dass das Endergebnis der Sitzverteilung im Unterhaus erst am 13. Januar bekannt gegeben werden soll. Die Wahlen zum weniger einflussreichen Oberhaus, der Schura, sollen Ende Januar beginnen. Eine der ersten Aufgaben des neu gewählten Parlaments ist die Berufung einer 100-köpfigen verfassunggebenden Versammlung.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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