Ägyptens Geheimdienstchef gefeuert

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Murad Mufawi ist nicht mehr im Amt

Kairo - Nach den Angriffen von Extremisten gegen ägyptische Militärposten auf der Halbinsel Sinai hat Ägypten auch personelle Konsequenzen im Sicherheitsapparat gezogen.

Präsident Mohammed Mursi entließ am Mittwoch den Geheimdienstchef Murad Mufawi und den Gouverneur der Provinz Nord-Sinai, Abdel Wahab Mabruk, wie der staatliche Fernsehsender Nile TV berichtete. Auch der Kommandant der Militärpolizei, Hamdi Badin, verlor seinen Posten. Zum neuen Geheimdienstchef wurde Abdel Wahid Schehata ernannt.

Die Bekanntgabe der Personalentscheidungen erfolgte nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Kairo. In dem Gremium haben neben Mursi, Ministerpräsident Hischam Kandil und einigen Spitzenministern vor allem die Militärs das Sagen.

Am Sonntag hatten militante Islamisten auf dem Sinai 16 ägyptische Soldaten getötet und die Grenze zu Israel durchbrochen. In der Nacht zum Mittwoch griffen weitere Extremisten fünf Kontrollpunkte der Armee an. Das Militär schlug mit massiven Kräften zurück und setzte auch Kampfflugzeuge zur Bekämpfung der Extremisten ein. Mehr als 30 mutmaßliche Terroristen wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen getötet.

dpa

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