Nach Unruhen

Ägyptens Regierung verbietet Bürgerwehren

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Ägypten wird seit Wochen von Protesten der Anhänger des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi erschüttert.

Kairo - Nach den blutigen Unruhen in Ägypten hat das Innenministerium am Sonntagabend in Kairo erklärt, es habe die Bildung von "Volkskomitees" zur Sicherung von Vierteln untersagt.

Diese würden vielfach benutzt, um illegale Handlungen zu begehen". Ägypten wird seit Wochen von Protesten der Anhänger des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi erschüttert. Ihnen stellen sich insbesondere in der Hauptstadt Kairo auch immer wieder auch bewaffnete Bürgerwehren entgegen.

In vielen Vierteln haben die Bürgerwehren Straßensperren errichtet, kontrollieren Fahrzeuge und die Identität der Insassen. Viele der meist jungen Mitglieder sind bewaffnet. Teils kam es zu Übergriffen gegen Männer, die Bärte trugen, oder verschleierte Frauen, weil sie den Mursi unterstützenden Islamisten zugerechnet wurden.

Mursis-Unterstützer protestieren gegen die Absetzung des Präsidenten durch das Militär Anfang Juli. Mitte vergangener Woche waren die Proteste eskaliert. Seitdem wurden bei Zusammenstößen nach offiziellen Angaben landesweit mehr als 750 Menschen getötet. Die Regierung hatte darauf den Ausnahmezustand erklärt und für einen Monat eine nächtliche Ausgangsperre in 14 der 27 ägyptischen Provinzen verhängt.

AFP

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