Große User-Diskussion

AfD-Erfolg bei Wahlen: "Regierung muss aufwachen"

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Anhänger der AfD feiern die Wahlergebnisse ihrer Partei. 

München - Aus den Landtagswahlen geht die AfD als großer Gewinner hervor - Kanzlerin Angela Merkel und die CDU muss sich dagegen Kritik anhören. Doch was sagen unsere User zu den Wahl-Ergebnissen? 

Über die Wahl-Ergebnisse der Landtagswahlen 2016 aus Baden-Württenberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz diskutiert ganz Deutschland. Die AfD gilt als der großer Gewinner der Landtagswahlen - in allen drei Bundesländern konnte die rechtspopulistische Partei zweistellige Ergebnisse verbuchen. Die SPD und CDU müssen dagegen teils herbe Wahlschlappen hinnehmen und Angela Merkel sieht sich großer Kritik ausgesetzt. So macht Horst Seehofer die Kanzlerin für die schlechten Ergebnisse bei den Landtagswahlen verantwortlich
Doch was sagen die unsere User zu den Wahlergebnissen der Landtagswahlen 2016. Wir haben Reaktionen zusammengestellt.
Einige User sehen die Wahlergebnisse als Bestätigung für eine gescheiterte Flüchtlingspolitik von Angela Merkel. 

Userin Chrissie: "Politiker von Format - mit Charakterstärke; Sachverstand; dem Willen, alles zum Wohle des Souveräns der dt. Demokratie zu tun und der Überzeugung, dass ihr Weg der richtige wäre - würden bei diesem klar erkennbaren Vertrauensverlust alternativlos zurücktreten. Anscheinend besitzt Fr. Merkel (aber auch andere "Spitzenpolitiker") dieses Format nicht - der Bundestag muss endlich aus seinem "Dornröschenschlaf" erwachen und den Misstrauensantrag stellen!"

123gutelaune: "Wären die Parteien bei der Findung von Lösungen bei der Flüchtlingskrise genau so einfallsreich, wie bei den Ursachen der schön geredeten Verluste, dann wäre das Problem schon längst gelöst."

Barn ey: "Wusste ich es doch. Da wird tatsächlich die Klatsche für die CDU und die GroKo als Bestätigung für Merkels Kurs gewertet. Unfassbar. Und dann wundern sich unsere Politiker, dass so viele Menschen politikverdrossen sind."

khpeter: "Gestern hat mir doch recht deutlich vor Augen geführt, wer die wirklichen Feinde der Demokratie und der Meinungsfreiheit sind! Vielen Dank dafür ihr Bunten, wenn man aus der Wahl gestern immer noch nicht gelernt hat, dass man die AfD akzeptieren und mit ihr in den Diskurs treten muss, dann ist wirklich Hopfen und Malz verloren! Gegenüber den Flüchtlingen zeigt man immer volle Empathie, Toleranz und Moral, aber wenn im eigenen Land jemand anderer Meinung ist, wird dieser in die rechte Ecke gestellt bzw. verbal gevierteilt! Scheinheilige Moralapostel, so nenne ich so was!"

Andere Nutzer wiederum stellen sich gegen die AfD -  beziehungsweise sehen den Wahlerfolgen der AfD gelassen entgegen:

User BaBernd: "Der Erfolg der AfD ist nur basierend auf einem Thema, nämlich der Flüchtlingspolitik. Da hat sich leider die eindimensionale Sichtweise der Wähler durchgesetzt. Wenn man das gesamte Programm der AfD liest, sofern es denn überhaupt schon steht(!), sollte man doch eher zweifeln. Das Leben in Dtl. besteht nun mal nicht nur aus Flüchtlingspolitik. Und wenn mir die anderen Themen auch wichtig erscheinen, dann kann ich leider nicht mit einer Partei zusammenarbeiten, deren rechte Tendenz bspw. auch an einem Herrn Höcke erkennbar ist!"

TheEuropean: "12 bzw. 15% sind weit davon entfernt, 'den Willen des Volkes' zu repräsentieren. Insofern hat sich die AfD zwar als Partei etabliert, sollte sich aber die Flüchtlingsproblematik im Laufe des Jahres beruhigen, werden sich diese Zahlen bis nächstes Jahr halbieren. Daher rate ich zur Gelassenheit bei den Etablierten."

Eine Vielzahl der User kritisiert die Wahlauftritte der etablierten Parteien und fordert Respekt für die AfD:

Frau Berghofer: "Es wäre ja auch mal schön, wenn Kritik aus der CDU käme oder wurden da Pflaster verteilt. Sie ebnet der AFD den Weg in den BT. Und das allerschlimmste ist ja, dass die Wähler nicht aus den Randgruppen kamen sondern aus der Mitte der Gesellschaft, die als Motor die Steuern zahlen."

bino: "Mir fiel gestern Abend auf, dass es den Moderatoren sichtlich schwer fiel, das Wort AfD auszusprechen und wenn dann nur mit betretener Miene oder mit beleidigenden Adjektiven versehen. Armes Mediendeutschland! Die Demokratie wird abgeschafft. Die AfD ist nun mal eine demokratisch gewählte Partei, ob man das nun gut findet oder nicht und so ist sie auch zu behandeln, sonst beleidigt man auch deren Wähler, deren Zahl ja nicht ganz unerheblich ist."

Oderfinga: "Sie, die ehemals "etablierten" Parteien können es nicht verstehen. Mit jedem Statement, ja mit jedem Wort reiten sie sich immer tiefer in die Unglaubwürdigkeit. Es herrscht anscheinend Fassungslosigkeit darüber, dass die Erfolge der AfD sogar die eh schon hohen Prognosen noch übertroffen haben. Danke an alle, die in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz nein! zur Einheitspolitik gesagt haben, danke!"

mm/tz

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