AfD-Frau greift Kanzlerin an

Von Storch: „Merkel lässt an der Grenze Menschen erschießen“ 

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Beatrix von Storch

Frontalangriff auf Angela Merkel: Die AfD-Spitzenfrau Beatrix von Storch hat der Bundeskanzlerin vorgeworfen, sie lasse „an der Grenze Menschen erschießen“. 

Augsburg - Beatrix von Storch hat als stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD und als Mitglied des Europaparlaments schon für mehrere provokante Auftritte gesorgt und teils mit wilden Vorwürfen von sich reden gemacht. In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen gibt sie jetzt der Kanzlerin die Verantwortung dafür, dass fernab von deutschen Grenzgebieten die Flüchtlingskrise mitunter eskaliert und es zu Todesfällen kommt. In dem Interview spricht die Stellvertreterin von AfD-Chefin Frauke Petry unter anderem von „Lückenpresse“, als sie darauf angesprochen wird, ob die Medien an den sinkenden Umfragewerten für ihre Partei schuld seien. 

Wörtlich heißt es in dem betreffenden Absatz des Interviews: 

Von Storch: Ich habe das Wort Lügenpresse nie verwendet. Ich spreche eher von Lückenpresse. Der schlimmste Teil von Fake News ist der Teil, der nicht berichtet wird.

Zum Beispiel?

Von Storch: Dass nicht darüber berichtet wird, dass die einzige, die wirklich Menschen an der Grenze erschießen lässt, Frau Merkel ist.

Wie bitte?

Von Storch: Ja, sie hat unseren Grenzschutz ausdrücklich an Herrn Erdogan übertragen, der die türkisch-syrische Grenze schützen soll, weil wir unsere Grenzen ja angeblich nicht schützen können – es sei denn, es ist G20-Gipfel. Und an dieser türkisch-syrischen Grenze wurden Selbstschussanlagen aufgebaut, dort werden Menschen getötet. Über die Toten dort hören wir nichts. Aber das geschieht im Auftrag von Frau Merkel. Das ist natürlich zugespitzt, aber es ist faktisch so.

Beatrix von Storch nimmt Stellung zu alter, fragwürdiger Aussage

Im gleichen Interview geht es auch um eine frühere Aussage der AfD-Frau, die damals auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise geäußert hatte, dass man notfalls die Grenze mit der Waffe verteidigen und auf Frauen und Kinder schießen müsste.

Von Storch sagte dazu jetzt: „Ich habe damals – in missverständlicher Form – auf ein gültiges deutsches Gesetz hingewiesen und klar gesagt, dass ich die Aussage bedauere.“

Beatrix von Storch hat in ihrer Funktion als Führungskraft bei der AfD schon häufiger mit waghalsigen Aussagen für Wirbel gesorgt, egal ob sie öffentlichkeitswirksam Karnevalisten als Gutmenschen beschimpft oder ob sie einen Terroranschlag zum Anlass nimmt, der Bundesregierung schwere Vorwürfe zu machen.  

Schlechte Umfragewerte Grund für Aussage der AfD-Politikerin?

Zuletzt war es eher ruhig geworden um die streitbare Rechtsaußen-Politikerin. Mit ihrem Frontalangriff auf die Bundeskanzlerin jedoch ruft sich von Storch einmal mehr beim potentiellen Wahlvolk der AfD mit fragwürdigen Thesen in Erinnerung, was wenige Monate vor der Bundestagswahl im Zeichen sinkender Umfragewerte für die AfD sicher kein Zufall ist.

js

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