"Kinderbonus"

AfD schlägt Zusatzrente für Familien vor

+
Mit der "verpflichtenden Zusatzrente" will die AfD große Familien entlasten. Foto: Armin Weigel/Archiv

Berlin - Die Alternative für Deutschland (AfD) hat die Einführung einer gesetzlich vorgeschriebenen Zusatzrente mit Kinderbonus vorgeschlagen. Das soll Großfamilien helfen.

Mit der "verpflichtenden Zusatzrente" in Höhe von fünf bis neun Prozent des Bruttoeinkommens will die rechtskonservative Partei nach eigener Aussage einen Kollaps des Rentensystems verhindern und große Familien entlasten.

"Nur so können wir den demografischen Wandel abfedern, Altersarmut verhindern und sicherstellen, dass wir die Jungen nicht überfordern", sagte Verena Brüdigam, die dem AfD-Bundesvorstand als Beisitzerin angehört. Ihren Vorstellungen zufolge sollte sich der Beitrag zu diesem Fonds mit jedem Kind um ein Drittel verringern. Wer mindestens drei Kinder hat, würde damit gar nichts in den Fonds einzahlen, aber trotzdem Leistungen erhalten. Das wäre aus Sicht der AfD fairer als das derzeitige System, da Kinderlose mehr finanzielle Mittel in die Altersvorsorge stecken könnten als Eltern.

"Wenn wir nicht umsteuern, werden wir in zehn Jahren entweder eine noch erhebliche Beitragssteigerung haben oder aber eine dramatische Kürzung der Renten", sagte Brüdigam, die an den Vorbereitungen für das AfD-Parteiprogramm beteiligt ist. Über das Programm soll ein Mitglieder-Parteitag der AfD vor Jahresende abstimmen.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

AfD-Politiker wünscht sich islamistische Anschläge in Deutschland
AfD-Politiker wünscht sich islamistische Anschläge in Deutschland
SPD-Parteizentrale evakuiert - Polizei gibt Entwarnung
SPD-Parteizentrale evakuiert - Polizei gibt Entwarnung
Serdar Somuncu gegen den IS: „Was muss das für ein elender Gott sein“
Serdar Somuncu gegen den IS: „Was muss das für ein elender Gott sein“
Hilfsorganisation: In Kabul getötete Deutsche war sehr erfahren
Hilfsorganisation: In Kabul getötete Deutsche war sehr erfahren

Kommentare