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Aufnahmestopp „keine Parteilinie“

AfD wirbt weiter um Ex-CDU-Mitglieder

Magdeburg - Die AfD will weiter aktiv um enttäuschte Ex-CDU-Mitglieder werben. Der Vorschlag, die Aufnahme ehemaliger Christdemokraten zu stoppen, wurde vehement zurückgewiesen. 

Die AfD plant keinen Aufnahmestopp für ehemalige CDU-Mitglieder. Ein entsprechender Vorschlag seines Fraktionskollegen Hans-Thomas Tillschneider sei „überhaupt keine Parteilinie“, sagte der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Magdeburger Landtag, André Poggenburg, der Deutschen Presse-Agentur. Der Parteivorsitzende Jörg Meuthen erklärte: „Wir wären ja dumm, wenn wir keine konservativen und freiheitlich denkenden Ex-CDU-Leute mehr aufnehmen würden.“ Seine Partei habe „immer noch einen regen Zulauf aus der CDU“.

Poggenburg, der auch Mitglied des Parteivorstandes ist, äußerte allerdings ein gewisses Verständnis für den Vorschlag von Tillschneider. Er sagte, gerade im Landesverband Sachsen-Anhalt gebe es bei einigen Mitgliedern eine gewisse „Angst vor Glücksrittern“, die nach dem guten Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen im vergangenen März nun Karrierechancen bei der AfD wittern könnten.

Tillschneider hatte im Oktober auf seiner Facebook-Seite einen „Aufnahmestopp für Ex-CDU-Mitglieder“ gefordert. Zur Begründung schrieb er: „Die AfD darf nicht zur gewandelten Gestalt des CDU-Karrierismus werden.“ Ausnahmen sollten nur möglich sein, „wenn der Aufnahmekandidat nachweist, aktiv aus politischer Überzeugung in der CDU gegen den CDU-Mainstream gekämpft zu haben“.

Ein Aufnahmeverbot hat die AfD für ehemalige NPD-Mitglieder.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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