Afrika will weiter politische Lösung in Libyen

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AU-Generalsekretär Jean Ping (l.) und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso tauschten sich in Brüssel über ihre Wünsche für Libyen aus.

Brüssel - Die Afrikanische Union sucht weiter nach einem diplomatischen Ausweg aus der Krise in Libyen. Anders als die EU fordert die AU keinen Rücktritt von Gadaffi.

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“Wir suchen eine politische Lösung und wir finden, dass wir da einen grundlegenden Beitrag zu leisten haben“, sagte AU-Generalsekretär Jean Ping am Mittwoch in Brüssel nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Im Gegensatz zur EU fordert die AU nicht den Rücktritt des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi. “Es hat deswegen aber keinen Streit gegeben“, sagte Ping. “Das ist kein Thema, das für Ärger sorgt.“ Er betonte, dass sich Libyen in Afrika befindet und fügte hinzu: “Und man kann keine Lösung finden, bei der Afrika ausgeschlossen wird.“

“Wir begrüßen die Unterstützung der AU für die Demokratisierung in der Region“, sagte Barroso. “Die Afrikanische Union hat eine klare Führungsrolle zu spielen.“ Europa und Afrika seien “natürliche Partner, vereint durch gemeinsame Interessen und gemeinsame Werte“, sagte der Kommissionspräsident.

Europa sei an der Entwicklung des Nachbarkontinents sehr interessiert. Wachstumsraten von fünf bis sechs Prozent zeigten, dass Afrika sich “auf den Weg begeben“ habe. Es könne allerdings kein dauerhaftes Wachstum ohne Demokratie geben: “Beides muss Hand in Hand gehen.“ Demokratie und Stabilität schlössen sich nicht aus: “Libyen schien sehr stabil zu sein, Ägypten auch. Die wirkliche Stabilität kann nur von Demokratie herrühren.“

dpa

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