Iran eröffnet drei neue Nuklearanlagen

+
Präsident Mahmud Ahmadinedschad.

Teheran - In einer vom Fernsehen landesweit übertragenen Zeremonie hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad drei neue Atomprojekte vorgestellt.

So nahm er per Videoschaltung eine Anlage zur Urananreicherung in Natans in Betrieb, wie der Sender Irib am Mittwoch berichtete. In der zentraliranischen Einrichtung soll Uran auf 20 Prozent angereichert werden. Ferner sollen dort künftig neuartige Zentrifugen Uran deutlich schneller als ältere Modelle anreichern.

Ferner ging es um die Installation von im Iran hergestellten Brennstäben in einem medizinischen Forschungsreaktor in Teheran. Dieser hatte bisher mit Brennstäben aus Argentinien gearbeitet. Zu einer weiteren Nuklearanlage in Fordo rund 160 Kilometer südlich von Teheran machte der Sender keine Angaben. Viele hatten erwartet, dass Ahmadinedschad auch die Eröffnung dieser Anlage verkünden werde.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal
Präsident Ahmadinedschad hat am Sonntag den Auftrag für die Produktion von hochangereichertem Uran erteilt - eine Geste der Provokation nach den Signalen des Einlenkens vor der Münchner Sicherheitskonferenz. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der Iran unterhält mit mehr als 520 000 Mann die größte Streitmacht im Nahen Osten. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Noch bedrohlicher erscheint den Nachbarn und den Westmächten das abgeschirmte Nuklearprogramm des Landes. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der Westen befürchtet, dass das Mullah-Regime in den Besitz von Atomwaffen gelangen will. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Raketen, die solche Massenvernichtungswaffen wohl transportieren könnten, hat der Iran bereits. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Im Arsenal sind mehrere hundert Geschosse der Typen Schahal 1 und 2, die bis zu 330 und 700 Kilometer weit reichen. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Mit den mehrstufigen Raketen Schahab 5 und 6 (auf dem Bild eine Shahab 3) könnten die Iraner sogar Städte in Mitteleuropa angreifen. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Für den Bau einer einsatzfähigen Interkontinentalrakete benötigt der Iran jedoch noch zehn bis 15 Jahre, vermuten westliche Experten. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Ausgangsbasis für die Herstellung von Atomwaffen ist hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der Westen bezweifelt, dass das Atomprogramm wie behauptet nur friedlichen Zwecken dient. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Der UN-Sicherheitsrat hat 2006 erstmals den Stopp der Urananreicherung verlangt - ohne Erfolg, trotz späterer Sanktionen. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat US-Senator Joseph Lieberman jetzt mit einem Militärschlag gegen den Iran gedroht, wenn Wirtschaftssanktionen nicht wirken sollten. © dpa
Das iranische Waffenarsenal
Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte. Sie rätseln aber, wann ein funktionsfähiger Sprengkopf zur Verfügung steht. © dpa

Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie ein Programm zum Bau von Kernwaffen zu betreiben, und hat deshalb umfangreiche Sanktionen gegen das Land verhängt. Eine Urananreicherung auf 20 Prozent reicht nicht für den Bau einer Atombombe.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Wegen Einmarsch in Syrien: Grüne fordern Sanktionen gegen Türkei
Wegen Einmarsch in Syrien: Grüne fordern Sanktionen gegen Türkei
„Er ist absoluter Experte“: OB Reiter überrascht mit Stadtrats-Kandidaten - viele dürften ihn kennen
„Er ist absoluter Experte“: OB Reiter überrascht mit Stadtrats-Kandidaten - viele dürften ihn kennen
Affäre um Clan-Chef Miri: Vertrauter verrät Details - das geschah nach der Abschiebung
Affäre um Clan-Chef Miri: Vertrauter verrät Details - das geschah nach der Abschiebung
Geldverdienen mit Greta Thunberg? Das sind die Hintermänner der Klimaaktivistin
Geldverdienen mit Greta Thunberg? Das sind die Hintermänner der Klimaaktivistin

Kommentare