Aigner: Portal gegen Etikettenschwindel kommt

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Will wissen, was drin steckt: Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner.

Köln/Berlin - Irreführende Produktbezeichnungen sollen bald der Vergangenheit angehören: Ministerin Ilse Aigner möchte in Kürze ein Interneportal gegen Etikettenschwindel starten. 

Das Internetportal für Etikettenschwindel startet voraussichtlich in einigen Wochen. Noch vor Sommer 2011 solle es freigeschaltet werden, sagte Aigner am Dienstag bei einem Unternehmertag in Köln anlässlich des Weltverbrauchertages. Sie forderte die Lebensmittelbranche auf, keine irreführende Werbung für Lebensmittel zu machen. “Die Wirtschaft muss die Ansprüche der Verbraucher ernst nehmen.“ Die Kennzeichnung müsse klar und verständlich sein. “Die Verbraucherwünsche von heute sind die Unternehmensumsätze von morgen.“

Nach Aigners Plänen sollen Verbraucher die Namen von Produkten, die aus ihrer Sicht irreführend sind oder täuschen, auf einer Internetseite angeben können. Die Lebensmittelwirtschaft befürchtet, dass Produkte an den Pranger gestellt werden. Hier gehe es allein um gefühlte Verbrauchertäuschung selbst bei Produkten, die entsprechend den Vorgaben des Lebensmittelbuches hergestellt worden seien, sagte Handelspräsident Josef Sanktjohanser. Er schlug vor, dass Produkte nur dann genannt werden, wenn sie gegen Lebensmittelrecht verstoßen. Aigner hält das Vorhaben nicht für einen Pranger und verweist darauf, dass die Wirtschaft beratend eingebunden ist.

dpa

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