Aigner neue Vorsitzende der Oberbayern-CSU

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Ilse Aigner ( CSU, r-l), der scheidende Bezirkschef der CSU Oberbayern, Siegfried Schneider ( CSU), und Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon ( CSU)

München - Die CSU Oberbayern bekommt eine neue Vorsitzende: Bundesagrarministerin Ilse Aigner. Ihr potenzieller Gegenkandidat, Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon, verzichtete auf den Posten.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner wird die neue Vorsitzende der CSU Oberbayern. Bereits am 16. März übernimmt sie die Amtsgeschäfte von dem scheidenden Bezirkschef Siegfried Schneider - zunächst nur kommissarisch. Sie wurde am Samstag in einer außerordentlichen Sitzung des Bezirksvorstands einstimmig gewählt. Am 23. Juli soll dann auf dem CSU-Bezirksparteitag endgültig abgestimmt werden. Schneider wird im Herbst Chef der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und zieht sich deswegen aus der Berufspolitik zurück.

Mit ihrem potenziellen Gegenkandidaten, dem bayerischen Finanzminister Georg Fahrenschon, habe es kein Gerangel um das Amt gegeben, betonte Aigner in München. “Wir kennen uns seit fast einem Vierteljahrhundert und vertrauen uns blind.“ Für Fahrenschon war es nach eigenen Angaben wichtig, dass der Verband handlungsfähig bleibt. “Mit Ilse Aigner ist jetzt ein nahtloser Übergang möglich. Wir kennen uns so gut, dass wir auch ohne zu telefonieren wissen, was der andere denkt“, sagte Fahrenschon. Aigners Vorgänger Schneider sieht dies als großes Glück: “Es ist nicht immer ganz einfach, wenn es in einem Verband mehrere Alphatiere gibt. So wurde mir der Wechsel leicht gemacht.“

Neben Aigner steigt noch eine weitere Oberbayerin in der Partei-Hierarchie auf: Die Altöttinger Landtagsabgeordnete Ingrid Heckner soll stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion werden. Sie ist Expertin für den öffentlichen Dienst und wird den Posten des Schwaben Thomas Kreuzer übernehmen, der als Kultusstaatssekretär in die Staatsregierung wechselt.

dpa

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