Aigner weist Vorwürfe im Dioxin-Skandal zurück

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Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner verteidigt sich gegen Kritik an ihrer Vorgehensweise im Dioxin-Skandal (Archivbild).

Berlin - Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) weist Kritik an ihrem Vorgehen im aktuellen Futtermittel-Skandal zurück. Sie forderte unterdessen hohe Strafen für die Dioxin-Verursacher.

“Ich habe erste Initiativen vorgestellt, mich eng mit EU-Kommissar Dalli abgestimmt, am Montag die Spitzen der Verbände nach Berlin geladen, gestern meine Pläne mit dem Bundestagsausschuss erörtert“, verteidigte sich die Ministerin in der "Berliner Zeitung". “Kommende Woche treffen sich auf meine Veranlassung die Verbraucherschutz- und Agrarminister in Berlin.“

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Die Ministerin versicherte, der Dioxin-Fall werde nicht ohne Konsequenzen bleiben. Die gesamte Futtermittelkette müsse den Prüfstand gestellt und die Kontrollmechanismen müssten verbessert werden. “Wir müssen die Systematik der Kontrollen prüfen und uns fragen, wie wir die Kontrollen, auch die staatlichen Kontrollen, weiter verbessern können“, sagte Aigner. Außerdem fordere sie mehr Transparenz und bessere Informationen für die Verbraucher.

Aigner fordert hohe Strafen

Aigner forderte harte Strafen für den Verursacher des Dioxin-Skandals. Die Schuldigen müssten mit aller Härte haften, sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch im ZDF-“Morgenmagazin“. “Das ist kein Kavaliersdelikt. Das ist ein echter Skandal, was hier vorgefallen ist.“

“Die Länder haben heute schon die Möglichkeit, Namen und Nummern belasteter Produkte im Internet zu veröffentlichen, reagierten aber eher zögerlich. Das ist noch verbesserungsfähig“, sagte Aigner. Die CSU-Politikerin forderte, die Länder sollten ihre Kontrollen am Risiko ausrichten. “Sie müssen am Anfang der Lebensmittelkette - also bereits bei den Zutaten für die Futtermittel - genauer hinschauen“, sagte Aigner der Zeitung “Die Welt“ (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. “Je sensibler der Herstellungsprozess, desto intensiver muss kontrolliert werden.“

Die Ministerin forderte, auch die Futtermittelindustrie müsse mehr Verantwortung übernehmen. “Es ist völlig skrupellos, belastetes Material unter Futtermittel zu mischen. Und wer als Hersteller auffällige Testergebnisse vor den Behörden verschweigt, macht sich strafbar“, sagte sie.

dapd

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