Aiwanger: Energiewende auf bayerisch

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Hubert Aiwanger will eine Energiewende auf bayerisch.

München - Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger macht sich für eine Energiewende auf bayerisch stark. Er kritisiert den "Größenwahn bei der Netzausbauplanung".

Die Freien Wähler fordern die Energiewende auf bayerisch: Anstelle des geplanten Baus milliardenteurer Hochspannungsleitungen von Nord- nach Süddeutschland plädierte FW-Chef Hubert Aiwanger am Donnerstag dafür, den Energiebedarf Bayerns so weit wie möglich mit heimischer Produktion zu decken. Dabei schwebt Aiwanger vor, in Bayern zunächst mit Hilfe erneuerbarer Energien Methangas zu produzieren, das dann in neuen Gaskraftwerken verfeuert werden könnte. “Wir kritisieren den Größenwahn bei der Netzausbauplanung, da ist deutschlandweit von Summen zwischen 50 und 100 Milliarden Euro die Rede“, sagte Aiwanger am Rande einer Frühjahrsklausur in Ingolstadt.

Stattdessen sollte die Staatsregierung nach Ansicht der Freien Wähler viel mehr für die Energiewende vor Ort tun. “In Bayern und im Bund steht die Politik der Energiewende im Weg“, kritisierte Aiwanger. Er verlangte ein großes Unterstützungsprogramm der Staatsregierung zur flächendeckenden Gründung von Bürger-Energiegenossenschaften im ganzen Freistaat. Es sei möglich, Gaskraftwerke an den Standorten heutiger Atomkraftwerke zu bauen. Dabei könne die Staatsregierung auch selbst aktiv werden. “Wir halten es für sinnvoller, dass der Freistaat sich selbst bei Gaskraftwerken engagiert, als dass er versucht, Investoren wie den russischen Konzern Gazprom zu werben und dafür mindestens so viele Fördergelder ausgibt, wie der Bau des ganzen Kraftwerks kosten würde.“

dpa

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