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Ukraine-Krieg: Kiew macht jetzt Druck wegen Sanktionen - „Ja, wir sind drastisch“

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Russland setzt den Beschuss ukrainischer Großstädte fort. Selenskyj macht dem Westen große Vorwürfe. Es sollen mehr Sanktionen gegen Russland her. Alle News zum Ukraine-Krieg im Ticker.

Update vom 9. März, 10.16 Uhr: Das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja steht derzeit unter russischer Kontrolle. Russland habe das AKW-Personal „gefoltert“, behauptet der ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko auf Facebook. Die Mitarbeiter würden „seit vier Tagen als Geiseln gehalten.“

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ist über diese aktuellen Entwicklungen in Europas größtem AKW besorgt. Die Ukraine habe der IAEA am Sonntag mitgeteilt, dass das Kernkraftwerk zwar weiterhin durch reguläres Personal betrieben werde, die Werksleitung jedoch nun unter dem Befehl eines Kommandeurs der russischen Streitkräfte stehe, dessen Zustimmung auch für alle Maßnahmen im Zusammenhang mit dem technischen Betrieb der sechs Reaktorblöcke nötig sei. Russland übe Druck aus.

Kernkraftwerk Saporischschja
Videostandbild von einem Brand im Kernkraftwerk Saporischschja. In Europas größtem Kernkraftwerk war ein Feuer ausgebrochen. © Uncredited/Kernkraftwerk Saporischschja via AP/dpa

Update vom 9. März, 9.50 Uhr: Die Ukraine hat der Einrichtung von sechs Fluchtkorridoren für die Rettung von Zivilisten aus belagerten Städten zugestimmt. Menschen aus Enerhodar und Mariupol sollten am Mittwoch nach Saporischschja im Südosten der Ukraine gebracht werden, Einwohner aus Sumy nach Poltawa (siehe vorheriges Update). So genannte Fluchtkorridore seien auch für die Stadt Isjum im Osten sowie für mehrere Kleinstädte nördlich von Kiew vorgesehen.

Bis 20 Uhr MEZ soll ein Waffenstillstand gelten. Das ukrainische Militär hat zugestimmt, dass in dieser Zeit nicht geschossen werde. Zuvor hatte auch das russische Verteidigungsministerium eine Feuerpause für mehrere Regionen angekündigt. Zunächst war unklar, ob diese auch halten würde.

Update vom 9. März, 7.20 Uhr: Nach zwei Wochen Krieg in der Ukraine scheint zumindest einer von fünf vereinbarten Fluchtkorridoren zu funktionieren. Rund 6700 Menschen hätten sich aus der Großstadt Sumy gerettet, erklärte die ukrainische Regierung in der Nacht zum Mittwoch. Für andere Städte soll nach russischen Angaben am Morgen ab 8 Uhr ein neuer Versuch für Fluchtkorridore starten. Doch zugleich setzt Russland seine Angriffe auf ukrainische Städte fort. Der Westen versucht, Moskau mit wirtschaftlichem Druck zum Einlenken zu bringen.

Auch in der Nacht zum Mittwoch meldeten ukrainische Behörden Tote - darunter auch Kinder - und viele Verletzte bei russischen Luftangriffen unter anderem in den Regionen Schytomyr und Charkiw. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen. Die Kriegsgegner ringen seit Tagen darum, Zivilisten aus den von Russland belagerten Städten fliehen zu lassen. Für die umkämpfte südukrainische Stadt Mariupol ist aber bisher kein Fluchtkorridor gelungen.

Ukraine-Krieg: Kiew will auf weitere Sanktionen gegen Russland drängen

Die Ukraine will derweil bei westlichen Ländern und Unternehmen weiter auf zusätzliche Strafmaßnahmen gegen Russland drängen. „Jede Sanktion, jedes Unternehmen, das Russland verlässt, ist eine Annäherung an den Sieg“, teilte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba in der Nacht zu Mittwoch bei Facebook mit. „Es ist ein bewahrtes menschliches Leben, eine Kindheit ohne Angst, ein unzerstörtes Haus, ein Krankenhaus, eine Schule.“

Um Sanktionen gegen Russland oder Waffenlieferungen an die Ukraine zu erreichen, seien viele komplexe Gespräche nötig. „Es gibt Versuche einzelner Partner, sich auf halbe Lösungen zu beschränken. Einige versuchen, auf Zeit zu spielen. Aber wir bremsen nicht“, erklärte Kuleba. Er warb um Verständnis für das gelegentlich intensive Drängen. „Manchmal beschuldigen die Partner den Präsidenten, mich, uns alle der Schärfe. Ja, wir sind drastisch. Manchmal rücksichtslos“, meinte der Außenminister. Dies geschehe aber vor allem gegenüber jenen, die nicht ganz aufrichtig seien.

Der Livestream des Senders Welt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist Live zugeschaltet bei der Solidaritätsveranstaltung des Internationalen Literaturfestivals „Für Eure und für unsere Freiheit!“ am 6. März.
Der Livestream des Senders Welt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist Live zugeschaltet bei der Solidaritätsveranstaltung des Internationalen Literaturfestivals „Für Eure und für unsere Freiheit!“ am 6. März. © Gerald Matzka/dpa

Ukraine-Krieg: CIA-Chef sieht düstere Wochen kommen

Update vom 8. März, 20.25 Uhr: Der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, William Burns, sagt im Ukraine-Krieg düstere Wochen voraus. „Ich glaube, Putin ist im Moment wütend und frustriert“, sagte Burns am Dienstag bei einer Anhörung im US-Kongress mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Er wird wahrscheinlich noch einen draufsetzen und versuchen, das ukrainische Militär ohne Rücksicht auf zivile Opfer zu zermalmen.“ Die nächsten paar Wochen würden vermutlich „hässlich“, und die Kämpfe in den Städten noch schlimmer als bisher.

Eine nachhaltige Lösung für Putin sei nicht in Sicht, sagte der CIA-Chef. Es sei nicht absehbar, wie der Kremlchef in der Ukraine ein Marionettenregime oder eine pro-russische Führung aufrechterhalten könnte, die er gegen den massiven Widerstand der ukrainischen Bevölkerung zu installieren versuche. Für Putin sei der Angriff auf die Ukraine eine Angelegenheit von tiefer persönlicher Überzeugung. „Seit vielen Jahren schwelt in ihm eine explosive Mischung aus Gram und Ambitionen“, sagte Burns. „Er hat ein System geschaffen, in dem sein eigener Beraterkreis immer enger wird. Covid hat diesen Kreis noch enger gemacht. Und es ist ein System, in dem es sich nicht als karrierefördernd erweist, wenn jemand sein Urteil in Frage stellt oder herausfordert.“

Bei seiner Entscheidung für einen Angriff auf die Ukraine habe sich der russische Präsident komplett verkalkuliert, argumentierte der Geheimdienst-Chef. Putin habe gedacht, die Ukraine sei schwach und leicht einzuschüchtern. Zum anderen habe Putin wohl vermutet, die Europäer, insbesondere die Franzosen und die Deutschen, seien durch die Wahlen in Frankreich und den Führungswechsel in Deutschland abgelenkt und risikoscheu.

Update vom 8. März, 19.20 Uhr: Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock muss gerade bei Bild-Live feststellen, „dass dieser Präsident derzeit offenbar nicht zu stoppen ist“. Trotzdem erteilt sie dem sofortigen Stopp von russischen Gas- und Ölimporten nach Deutschland weiter eine Absage. „Was ich mit einkalkulieren muss, sind die Folgen, die uns genauso hart treffen.“ Und die seien Stromausfälle und so wenig Benzin, dass Krankenschwestern nicht mehr zur Arbeit kommen könnten. Gleichzeitig mache es keinen Sinn, jetzt die Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Der Rohstoff Uran komme schließlich auch aus Russland. Und: „Mitten in einem Krieg ist eines der gefährlichsten Ziele Atomkraftwerke.“

Ukraine-Krieg: Russische Truppen sollen nach eigenen Angaben weiter auf dem Vormarsch sein

Update vom 8. März, 19.10 Uhr: In der umkämpften ukrainischen Hafenstadt Mariupol sind prorussische Einheiten nach Angaben aus Moskau weiter auf dem Vormarsch. Kämpfer der selbst ernannten Volksrepublik Donezk seien seit dem Ende einer Waffenruhe bereits knapp einen Kilometer weit vorgedrungen, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Mariupol am Asowschen Meer wird seit Tagen belagert, die Lage in der Stadt gilt als katastrophal. Mehrere Evakuierungsversuche waren gescheitert. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Auch an anderen Frontabschnitten in der Ostukraine erzielten Separatisten und russische Einheiten nach eigenen Angaben Erfolge. Der Chef der von Russland als unabhängig anerkannten „Volksrepublik“ Luhansk, Leonid Passetschnik, sagte, die Stadt Popasna sei erobert und ukrainische Kräfte seien eingekesselt worden. Auch diese Informationen konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden.

Update vom 8. März, 17.45 Uhr: Berichte, wonach Russland unter seinen Soldaten einen hohen Blutzoll für den Einmarsch in der Ukraine zahlt, mehren sich. An diesem Dienstag berichtete das Nachrichtenportal The Kyiv Independent unter Berufung auf das ukrainische Militär, dass Schätzungen zufolge bereits mehr als 12.000 russische Soldaten gefallen seien.

Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Wie es in dem Bericht weiter heißt, zerstörten die Verteidiger angeblich bislang 303 Panzer der Russen, 56 Raketenwerfer, 48 Kampfflugzeuge und 80 Helikopter. Hinzu kämen 1.036 bewaffnete Radfahrzeuge des russischen Militärs sowie 120 erbeutete oder außer Gefecht gesetzte Artilleriegeschütze. Berichte über Tote und Verletzte auf beiden Seiten weichen teils stark voneinander ab.

Immer wieder sind auf Fotos der Nachrichtenagenturen oder auf Postings bei Twitter jedoch zerstörte Armee-Fahrzeuge zu sehen, die sich wegen des aufgemalten „Z“ wohl den russischen Truppen zuordnen lassen. Ein Beispiel: Am Montag (7. März) veröffentlichte die renommierte italienische Tageszeitung la Repubblica auf ihrem Online-Auftritt ein Video, das ukrainische Soldaten bei Kampfhandlungen zeigt. Auf dem Video wird ein Panzerfahrzeug mit Granaten in Brand geschossen, das zu den russischen Invasionstruppen gehört haben soll.

Ukraine-Krieg: Offenbar melden sich immer mehr Ausländer zum Kampf

Update vom 8. März, 17.20 Uhr: Offenbar melden sich immer mehr Ausländer, um der Ukraine als Soldaten im Krieg gegen Russland beizustehen. Auch etliche Deutsche sind wohl darunter. Ein Foto geht bei Twitter viral.

Update vom 8. März, 16.55 Uhr: Ist eine militärische Niederlage für Wladimir Putin im Russland-Ukraine-Krieg möglich? Ein früherer Berater von Angela Merkel glaubt, ja. Er liefert bei „hart aber fair“ in der ARD seine Begründung.

Ukraine-Krieg: Offenbar sechs Jahre junges Mädchen bei Bombardement in Charkiw getötet

Update vom 8. März, 16.30 Uhr: Dmytro Kuleba, der Außenminister der Ukraine, hatte an diesem Dienstag bereits angeklagt: Unter den zivilen Todesopfern der belagerten südukrainischen Hafenstadt Mariupol soll auch ein erst sechs Jahre altes Mädchen gewesen sein.

„Dies ist nur eine der vielen Geschichten von Mariupol, das seit acht Tagen eine Blockade erlebt“, erklärte nun Bürgermeister Wadym Boitschenko im Telegram-Kanal der Stadt. Demnach wurde das kleine Kind nach einem Bombardement durch russische Truppen unter Trümmern begraben und ist anschließend verdurstet.

Zuvor hatte Kuleba in einem emotionalen Posting bei Twitter geschrieben: „Russland hält 300.000 Zivilisten in Mariupol als Geiseln und verhindert humanitäre Evakuierung trotz Vereinbarungen mit ICRC-Vermittlung. Ein Kind ist gestern an Dehydrierung (!) gestorben! Kriegsverbrechen sind Teil der bewussten Strategie Russlands. Ich fordere alle Staaten auf, öffentlich zu fordern: RUSSLAND, LASS DIE MENSCHEN GEHEN!“

Ukraine-Krieg: Kiew - 13 Soldatinnen der Luftstreitkräfte wurden getötet

Update vom 8. März, 15.55 Uhr: Im Kampf gegen russische Truppen sind nach offiziellen Angaben aus Kiew bisher 13 Soldatinnen der ukrainischen Luftstreitkräfte getötet worden. Fast 7000 weibliche Angehörige der Luftstreitkräfte erlebten den Internationalen Frauentag „nicht mit Blumen, sondern mit der Waffe in der Hand“, sagte der Kommandeur, Generalleutnant Mykola Oleschtschuk, an diesem Dienstag. Er erklärte: „Schulter an Schulter mit den Männern wehren sie die russische Aggression ab, kämpfen für die Zukunft ihrer Kinder und die Zukunft unserer Ukraine.“

Mehr als 1500 Soldatinnen der Luftstreitkräfte hätten direkt an Kampfhandlungen teilgenommen, erzählte Oleschtschuk. 16 von ihnen seien mit Orden ausgezeichnet worden. Zur Gesamtzahl der Verluste unter den Streitkräften gibt es keine offiziellen ukrainischen Angaben. Nach Angaben der Politologin Leandra Bias von der Schweizer Friedensstiftung Swisspeace beläuft sich der Anteil von Frauen in der ukrainischen Armee auf etwas mehr als 15 Prozent. Dagegen habe sich der Frauenanteil in der russischen Armee seit der Jahrtausendwende um die Hälfte auf derzeit etwa vier Prozent reduziert.

Ukraine-Krieg: Fluchtkorridor Sumy-Poltawa funktioniert offenbar

Update vom 8. März, 15.30 Uhr: Der mit der russischen Armee vereinbarte Fluchtkorridor von der ostukrainischen Großstadt Sumy ins zentralere Poltawa ist offenbar zustande gekommen. Das ukrainische Außenministerium in Kiew veröffentlichte am Dienstag ein entsprechendes Video beim Kurznachrichtendienst Twitter. Darin war zu sehen, wie Zivilisten mit Gepäck in mit Wasserflaschen gefüllten Kleinbussen saßen. Autos schlossen sich der startenden Kolonne an.

Sumy liegt nur etwa 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Seit Tagen wird die Stadt von russischen Truppen angegriffen. Das zentralukrainische Poltawa liegt etwa 170 Kilometer südlicher und ist bisher von direkten Kämpfen verschont geblieben. Auch das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstagnachmittag, dass der Korridor funktioniere. Nach russischen Anfagen sind bislang 723 Menschen durch den Sumy-Poltawa-Korridor evakuiert worden, darunter seien 576 indische Staatsangehörige, zitieren russische Agenturen das Ministerium.

Ukraine-Krieg: US-Präsident Joe Biden wird neue Strafmaßnahmen gegen Russland verhängen

Update vom 8. März, 14.56 Uhr: US-Präsident Joe Biden* wird am Dienstag nach Angaben des Weißen Hauses neue Strafmaßnahmen gegen Russland verkünden. Das Weiße Haus verbreitete am Dienstag ein aktualisiertes Tagesprogramm des Präsidenten, bei dem um 10.45 Uhr (Ortszeit/16.45 Uhr MEZ) ein Auftritt Bidens ergänzt wurde. Zu dem Termin hieß es, Biden werde Maßnahmen ankündigen, „um Russland weiterhin für seinen unprovozierten und ungerechtfertigten Krieg gegen die Ukraine zur Verantwortung zu ziehen“. US-Medien berichteten, erwartet werde, dass Biden einen Importstopp für russisches Öl verkündet.

Im vergangenen Jahr war Russland nach Angaben der US-Energieinformationsbehörde (EIA) das drittwichtigste Land für Einfuhren von Rohöl und Petroleumprodukten für die USA - hinter Kanada und Mexiko. Die Einfuhren aus Russland mit einem Volumen von 672.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag machten knapp acht Prozent aller US-Importe in dieser Kategorie aus. Die USA sind deutlich weniger abhängig von russischen Energieimporten als Europa.

Wegen des Kriegs in der Ukraine ist der Druck auf die US-Regierung auch aus dem Kongress zuletzt gewachsen, zu den bereits verhängten Strafmaßnahmen ein Einfuhrverbot für russisches Öl hinzuzufügen. Allerdings bereiten der Regierung die Benzinpreise Sorgen, deren Anstieg durch den Krieg verstärkt wurde. Am vergangenen Sonntag war der Preis für eine Gallone (knapp 3,8 Liter) Normalbenzin im landesweiten Durchschnitt erstmals seit 2008 auf mehr als vier Dollar (3,68 Euro) gestiegen.

Ukraine-Krieg: Bürgermeister von Charkiw wirft Russen Beschuss ziviler Infrastruktur vor

Update vom 8. März, 14.24 Uhr: Der Bürgermeister der im Ukraine-Krieg hart umkämpften Stadt Charkiw hat den angreifenden russischen Truppen den vorsätzlichen Beschuss ziviler Infrastruktur vorgeworfen. „Kindergärten, Schulen, Entbindungsstationen, Kliniken werden beschossen“, sagte Bürgermeister Ihor Terechow am Dienstag dem US-Fernsehsender CNN laut Übersetzung. „Wenn es um Hunderte zivile Gebäude geht, dann ist das kein Versehen. Das ist ein gezielter Angriff.“ Terechow fügte hinzu: „Ich betrachte dies als einen Akt des Völkermordes an der Stadt Charkiw.“ Charkiw ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine.

Terechow sagte, die Metropole mit ihren rund 1,5 Millionen Einwohnern sei unter konstantem Beschuss. In den noch nicht zerstörten Gebäuden gebe es derzeit Wasser und Heizung, man arbeite an der Wiederherstellung der Stromversorgung. Die Bewohner der Stadt benötigten Lebensmittel, Medikamente und warme Kleidung. Jede Hilfe werde dankbar angenommen. Der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass die Ukraine den Krieg nicht verlieren werde. „Ich bin absolut sicher, dass wir die Russen besiegen werden.“

Ein Fußgänger läuft durch Trümmer nach einem Bombenangriff auf Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine.
Ein Fußgänger läuft durch Trümmer nach einem Bombenangriff auf Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine. © Sergey Bobok/AFP

Ukraine-Krieg: Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt sich über westliche Staaten

Update vom 8. März, 14.05 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich bitter über die nach seinen Worten nicht eingehaltenen „Versprechen“ der westlichen Staaten beklagt. „Seit 13 Tagen hören wir Versprechungen, seit 13 Tagen wird uns gesagt, dass uns in der Luft geholfen wird, dass es Flugzeuge geben wird, dass sie uns geliefert werden“, sagte Selenskyj am Dienstag in einem auf Telegram verbreiteten Video. Dass dies bis heute nicht geschehen sei, liege auch in der Verantwortung derjenigen in den westlichen Staaten, „die seit 13 Tagen nicht in der Lage waren, eine Entscheidung zu treffen“, „bei denen, die den ukrainischen Luftraum nicht vor den russischen Mördern gesichert haben“. In den Hauptstädten der Welt aber sollte die „Menschlichkeit“ über „die Angst“ siegen, fügte er hinzu.

Update vom 8. März, 13.50 Uhr: Die Nato geht davon aus, dass Angaben über russische Angriffe auf flüchtende Menschen in der Ukraine der Wahrheit entsprechen (siehe Update von 12.52 Uhr). „Es gibt sehr glaubwürdige Berichte, dass Zivilisten bei der Evakuierung unter Beschuss geraten“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit Lettlands Präsidenten Egils Levits in Riga. „Zivilisten ins Visier zu nehmen, ist ein Kriegsverbrechen, und es ist vollkommen inakzeptabel“, ergänzte der Norweger. Man brauche richtige humanitäre Korridore, die uneingeschränkt respektiert würden.

Ukraine-Krieg: China mahnt Russland und Ukraine zu Diplomatie

Update vom 8. März, 13.21 Uhr: Der chinesische Präsident Xi Jinping hat im Ukraine-Krieg zu größtmöglicher Zurückhaltung aufgerufen. In einer Videokonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron bezeichnete Xi die Lage in der Ukraine am Dienstag als „zutiefst beunruhigend“, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.

„Wir möchten zu maximaler Zurückhaltung aufrufen, um eine große humanitäre Krise zu verhindern“, sagte Xi nach Angaben des Senders CCTV. China sei „betrübt darüber, dass es auf dem europäischen Kontinent erneut Krieg gibt“. Xi habe die beiden Kriegsparteien aufgerufen, „die Dynamik der Verhandlungen aufrechtzuerhalten, Schwierigkeiten zu überwinden und die Gespräche fortzusetzen, um Ergebnisse zu erzielen.“

Peking vollzieht im Umgang mit dem Ukraine-Krieg bislang eine Gratwanderung: Zum einen steht es an der Seite Russlands gegen die USA und hat den Krieg nicht verurteilt. Zum anderen betont China auch die Unantastbarkeit der staatlichen Souveränität und hat Moskau keine direkte Unterstützung zugesagt.

Ukraine-Krieg: Ukraine wirft Russland Schüsse auf Flüchtende vor

Update vom 8. März, 12.52 Uhr: Die Ukraine hat Russland Angriffe auf flüchtende Menschen in Mariupol vorgeworfen. „Der Feind hat einen Angriff genau in Richtung des humanitären Korridors gestartet“, erklärte das ukrainische Verteidigungsministerium am Dienstag auf Facebook. Die russische Armee habe „Kinder, Frauen und ältere Menschen nicht aus der Stadt gelassen“.

„Solche Aktionen (...) sind nichts anderes als Völkermord“, erklärte das Verteidigungsministerium. Das Außenministerium in Kiew warf Russland einen „Verstoß gegen die Waffenruhe“ vor. „Die russischen Streitkräfte beschießen den humanitären Korridor von Saporischschja nach Mariupol“, fügte das Ministerium hinzu. „Acht Lastwagen und 30 Busse stehen bereit, um humanitäre Hilfe nach Mariupol zu liefern und Zivilisten nach Saporischschja zu evakuieren.“

Russland hatte am Montagabend örtliche Feuerpausen sowie die Einrichtung von Fluchtwegen für Zivilisten aus mehreren umkämpften Städten in der Ukraine angekündigt. Die strategisch wichtige Hafenstadt Mariupol wird seit Tagen von russischen Truppen belagert. Versuche, rund 300.000 Zivilisten aus Mariupol zu evakuieren, waren in den vergangenen Tagen mehrfach gescheitert. Kiew und Moskau gaben sich gegenseitig die Schuld dafür. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Dienstagmorgen erklärt, es habe „Garantien“ für die Evakuierung der Bewohner von Mariupol gegeben, die aber „nicht funktioniert“ hätten.

Update vom 8. März, 12.30 Uhr: Die Ukraine kann den Krieg gegen Russland gewinnen oder zumindest ein Patt erreichen, glaubt der britische Verteidigungsminister Ben Wallace. „Das ukrainische Volk kann, wenn es so weitermacht wie bisher, die russischen Streitkräfte so weit zermürben, dass es für einen Sieg oder zumindest ein Patt ausreicht“, sagte Wallace dem Sender Times Radio. Voraussetzung sei die richtige Ausrüstung. Ein großer Vorteil der Ukrainer sei, dass sie im Bewusstsein kämpften, das Recht auf ihrer Seite zu haben. Der Konflikt zeige, dass gerade junge Menschen in der Ukraine und ganz Europa an ihre Werte glaubten, sagte der konservative Politiker. Diese „moralische Komponente“ mache es für Russlands Präsident Wladimir Putin sehr schwer, mit der Invasion Erfolg zu haben.

Ukraine-Krieg: Selenskyj macht Hoffnung auf diplomatische Lösung - und richtet Anschuldigung gen Westen

Update vom 8. März, 12.10 Uhr: Ist das ein kleiner Hoffnungsschimmer für eine diplomatische Lösung im Ukraine-Konflikt? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj* hat sich zu Gesprächen über den Status der Separatistengebiete im Osten* der Ukraine und der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim bereit gezeigt. Im US-Sender ABC machte Selenskyj zugleich deutlich, dass er nicht auf Forderungen von Russlands Präsidenten Putin* eingehen werde, die Unabhängigkeit der selbst ernannten „Volksrepubliken“ sowie die russische Herrschaft über die Krim anzuerkennen. „Ich bin bereit für einen Dialog. Aber wir sind nicht bereit für eine Kapitulation.“

Weiter sagte Selenskyj: „Wir können diskutieren und einen Kompromiss finden, wie diese Gebiete weitermachen können.“ Wichtig sei, darauf zu achten, wie es den Menschen dort ergehe, die Teil der Ukraine sein wollten. Selenskyj forderte erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu direkten Verhandlungen auf. „Was Präsident Putin tun muss, ist, ein Gespräch zu beginnen, einen Dialog, anstatt weiter in einer Informationsblase ohne Sauerstoff zu leben.“

Allerdings erhob Selenskyj auch Vorwürfe gegen den Westen. Die Schuld an den Tötungen in der Ukraine trage zwar Russland. Allerdings hätten auch all jene Mitverantwortung, die „in ihren westlichen Büros nicht in der Lage waren, eine offensichtlich notwendige Entscheidung zu treffen“, sagte der ukrainische Präsident laut Kyiv Independent. Die Welt müsse eingreifen, forderte Selenskyj dem Bericht zufolge unter Verweis auf „unverbrüchliche Werte“. „Zunächst ist das das Recht auf Leben. Dafür kämpfen wir hier in der Ukraine. Das ist, was die Welt schützen muss.“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich enttäuscht von der Nato. © Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office/dpa

Ukraine-Krieg: Kreml-Kritiker Nawalny glaubt an Meinungs-Umschwung in Russland

Update vom 8. März, 12.02 Uhr: Der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny* hat die Russen zur Fortsetzung der Proteste gegen den Ukraine-Krieg aufgerufen. „Die Demonstrationen gegen den Krieg dürfen nicht aufhören, wie auch immer die Umstände sein mögen“, erklärte Nawalny auf Twitter. Seiner Ansicht nach ist die öffentliche Meinung in Russland dabei, sich gegen den Krieg zu richten. „Der Kreml kann diese Dynamik erkennen, daher seine Nervosität und verzweifelten Versuche, den Militäreinsatz so schnell wie möglich zu beenden“, schrieb Nawalny weiter. Die Anti-Kriegs-Bewegung werden in der Gesellschaft weiter anwachsen.

Der Kremlkritiker Alexej Nawalny in einer Zelle.
Der Kremlkritiker Alexej Nawalny befindet sich in Haft. © Evgeny Feldman/AP/dpa

Update vom 8. März, 11.42 Uhr: 30 Evakuierungsbusse sind offenbar mittlerweile auf dem Weg in die von russischen Truppen belagerte Stadt Mariupol. Das berichtet Bild und beruft sich dabei auf Angaben der ukrainischen Regierung. Die Busse sollen die Menschen über einen Fluchtkorridor in Gebiete bringen, die von der Ukraine kontrolliert sind, habe Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk im Fernsehen gesagt.

Update vom 8. März, 11.20 Uhr: Bei nächtlichen Luftangriffen auf die nordostukrainische Großstadt Sumy sind den örtlichen Behörden zufolge mindestens 21 Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Das teilte die regionale Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu überprüfen. In der Nacht hatte der Chef der Gebietsverwaltung, Dmytro Schywyzkyj, von zehn Toten gesprochen.

„In einigen Ortschaften wurden Wohngebäude bombardiert. Und fast im Zentrum von Sumy wurden mehrere Häuser durch einen Bombentreffer zerstört“, schrieb Schywyzkyj bei Facebook. Auch vier ukrainische Soldaten seien „im ungleichen Kampf mit dem russischen Militär“ getötet worden.

Evakuierte Menschen in der Ukraine stehen unter einer zerstörten Brücke beim Fluchtversuch aus Irpin, einem Vorort von Kiew.
Evakuierte Menschen in der Ukraine stehen unter einer zerstörten Brücke beim Fluchtversuch aus Irpin, einem Vorort von Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp

Update vom 8. März, 11.10 Uhr: Im Ukraine-Krieg gebe es bisher 16 Berichte über Attacken auf das Gesundheitswesen in der Ukraine, teilt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit, weitere Berichte darüber würden überprüft. „Die WHO verurteilt diese Angriffe auf das Schärfste“, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. „Es versteht sich von selbst, dass Gesundheitspersonal, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen niemals zu einem Ziel werden dürfen, auch nicht während Krisen und Konflikten.“

Innerhalb der Ukraine sehe man ein Gesundheitssystem unter starkem Druck. Für die WHO gebe es drei Prioritäten: Zum einen arbeite man daran, Güter wie Sauerstoff, Insulin und Schutzausrüstung ins Land zu bringen. Zum anderen gehe es darum, die Gesundheits-Infrastruktur in den Nachbarstaaten sicherzustellen. Ein dritter Fokus liege darauf, mit Hilfe eines WHO-Einsatzzentrums in Lwiw Unterstützung zu leisten.

Ukraine-Krieg: Fast zwei Millionen Ukrainer sind innerhalb von acht Tagen geflüchtet

Update vom 8. März, 11.06 Uhr: Die Zahl der Flüchtlinge infolge des Ukraine-Kriegs könnte UN-Angaben zufolge demnächst die Schwelle von zwei Millionen überschreiten. „Ich denke, dass wir heute oder spätestens morgen die Zwei-Millionen-Marke überschreiten werden. Es hört also nicht auf“, sagte der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Filippo Grandi, am Dienstag. Die Balkankriege in Bosnien und im Kosovo hätten ebenfalls zu enormen Flüchtlingsströmen geführt, sagte Grandi. Es habe sich dabei um „vielleicht zwei oder drei Millionen“ Menschen gehandelt, „aber über einen Zeitraum von acht Jahren“. „Jetzt sind es acht Tage“.

Update vom 8. März, 10.30 Uhr: Seit 10 Uhr bietet Russland nach eigenen Angaben eine Feuerpause im Ukraine-Krieg an, um Bürger aus fünf besonders umkämpften Städten die Flucht zu ermöglichen. Jetzt gibt es einen ersten Fluchtkonvoi aus der Stadt Sumy: Ein Bus habe die Stadt in Richtung Poltawa im Zentrum der Ukraine verlassen, gab das ukrainische Außenministerium via Twitter bekannt, und forderte Russland auf, weitere Fluchtkorridore zu öffnen.

Ukraine-Krieg: Russland kündigt Feuerpause an, um Flucht zu ermöglichen

Update vom 8. März, 9.41 Uhr: Das russische Militär hat im Ukraine-Krieg nach eigenen Angaben am Dienstag eine neue Feuerpause in der Ukraine in Kraft gesetzt und „humanitäre Korridore“ in fünf Städten eröffnet. In der Hauptstadt Kiew sowie den Großstädten Tschernihiw, Sumy, Charkiw und der besonders umkämpften Hafenstadt Mariupol sollten die Menschen die Möglichkeit haben, sich in Sicherheit zu bringen. Die Feuerpause sei um 10 Uhr Moskauer Zeit (8 Uhr MEZ) in Kraft getreten, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Die ukrainische Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk bestätigte, mit Russland und dem Roten Kreuz sei eine Vereinbarung für die Stadt Sumy getroffen worden, die bis 20 Uhr (MEZ) gelte. Die Route führe über Holubiwka, Lochwyzja und Lubny in die 170 Kilometer entfernte zentralukrainische Großstadt Poltawa. Die Evakuierung habe begonnen, meldete die ukrainische Agentur Unian in ihrem Telegram-Kanal und zeigte in einem Videoclip abfahrende Busse und Autos mit Zivilisten.

Menschen überqueren einen improvisierten Weg unter einer zerstörten Brücke auf der Flucht aus der Stadt Irpin in der Nähe von Kiew.
Immer mehr Menschen in der Ukraine müssen ihre Heimat auf der Flucht vor dem Krieg verlassen. © Efrem Lukatsky/dpa

Update vom 8. März, 7.16 Uhr: Im Ukraine-Krieg spitzt sich die Lage in der von Russland belagerten Hafenstadt Mariupol nach Angaben des Stadtrats der südukrainischen Kommune weiter zu. „Es gibt keine Straße ohne kaputte Fenster, zerstörte Wohnungen oder Häuser.“ Die Stadt sei ohne Strom, Wasser und Gas. Mariupol liegt nahe der sogenannten Kontaktlinie zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischer Armee im Verwaltungsbezirk Donezk. Die Stadt hat strategisch große Bedeutung.

Ukraine-Krieg: Lwiw bittet um Unterstützung bei Unterbringung von Flüchtlingen

Aus der westukrainischen Stadt Lwiw kommt die Bitte an internationale Organisationen um Unterstützung bei der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen. Die Stadt sei zu einem Zufluchtsort für etwa 200.000 Menschen geworden, die vor Bombeneinschlägen und Raketenangriffen geflohen seien, sagte Bürgermeister Andrij Sadowyj einer Mitteilung zufolge. Die Menschen bekämen warmes Essen und alles Nötige. „Dies ist eine extrem schwere Belastung für die Stadt, und heute stehen wir am Rande unserer Fähigkeiten“, warnte er.

Ukraine-Krieg: Außenminister planen Treffen in der Türkei

Update vom 8. März, 6.25 Uhr: Hoffnung in Sachen Diplomatie im Ukraine-Krieg: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat den Plan für ein baldiges Gespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow bestätigt. „Derzeit ist der 10. (März) geplant. Mal sehen, ob er nach Antalya fliegt, dann fliege ich auch. Setzen wir uns, reden wir“, sagte er in einer Videobotschaft am Montag.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte zuvor gesagt, beide Seiten würden am 10. März in Antalya erwartet. Kuleba erklärte, wenn Lawrow zu einem ernsthaften Gespräch bereit sei, werde man von Diplomat und Diplomat reden. „Falls er anfängt, die absurde Propaganda zu wiederholen, die in letzter Zeit ausgeteilt wurde, wird er von mir die harte Wahrheit hören, die er verdient.“

Ukraine-Krieg: Russischer Generalmajor wohl getötet


Der russische Generalmajor Vitaliy Gerasimow soll bei Gefechten nahe Charkiw getötet worden sein. Das berichtet der ukrainische Militärgeheimdienst auf Facebook. Auch weitere hochrangige russische Militärangehörige seien getötet oder verwundet worden. Gerasimow habe auch im zweiten Tschetschenienkrieg gekämpft und sei für die „Eroberung der Krim“ mit einem Ordern ausgezeichnet worden.

Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf ukrainische Großstadt

Update vom 8. März, 5.56 Uhr: Bei Luftangriffen auf die nordostukrainische Großstadt Sumy sind den örtlichen Behörden zufolge mehr als zehn Menschen getötet worden. „In einigen Ortschaften wurden Wohngebäude bombardiert. Und fast im Zentrum von Sumy wurden mehrere Häuser durch einen Bombentreffer zerstört“, teilte der Chef der Gebietsverwaltung, Dmytro Schywyzkyj, in der Nacht zu Dienstag mit.

Mehr als zehn Menschen seien ums Leben gekommen, darunter auch Kinder. Auch vier ukrainische Soldaten seien „im ungleichen Kampf mit dem russischen Militär“ getötet worden, erklärte Schywyzkyj. „Wir werden es nie vergeben.“ Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu überprüfen.

Update vom 7. März, 21.59 Uhr: Der Vormarsch der russischen Streitkräfte auf Kiew ist nach Angaben eines hochrangigen US-Verteidigungsbeamten vom Montag weiterhin „ins Stocken geraten“, zitiert CNN. Auch wenn der Hauptvorstoß nicht vorankommt, „wird in Kiew eindeutig gekämpft, es wird weiterhin bombardiert und getroffen“, fügte der Beamte aber hinzu. Derweil machen weitere brisante US-Informationen die Runde: Russland will offenbar syrische Kämpfer für den Ukraine-Krieg rekrutieren.

Update vom 7. März, 19.32 Uhr: Die dritte Runde der Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau ist am Montagabend nach rund drei Stunden in Belarus beendet. Das meldeten belarussische Staatsmedien in Minsk unter Berufung auf die dortige Botschaft Russlands. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Die belarussische Staatsagentur Belta hatte im Nachrichtenkanal Telegram ein Bild der Delegationen an einem Tisch veröffentlicht.

Beide Seiten hatten sich zwar bereits bei ihrem zweiten Treffen am vergangenen Donnerstag auf Fluchtkorridore verständigt. Am Wochenende waren aber gleich zwei Anläufe für Evakuierungen von Bewohnern der Stadt Mariupol im Südosten der Ukraine gescheitert. Beide Seiten warfen sich vor, gegen eine vereinbarte Feuerpause verstoßen zu haben. Auch am Montag kam eine geplante Rettung von Zivilisten aus umkämpften Städten nicht voran.

Als Bedingung für eine Einstellung der Gefechte fordert Russland, die Ukraine müsse sich in ihrer Verfassung für neutral erklären. Zudem müsse Kiew die annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim als russisch sowie die Separatistengebiete als unabhängig anerkennen.

Ukraine-Krieg: Russland meldet Gebietsgewinne in Ostukraine

Update vom 7. März, 18.54 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat Russland weitere Geländegewinne in der Ostukraine gemeldet. Russische Truppen hätten fünf Siedlungen an der Grenze der Gebiete Donezk und Saporischschja eingenommen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Den Einwohnern der Ortschaften „wird humanitäre Hilfe zuteil“, hieß es. Zudem hätten Kampfjets und Bomber 26 weitere militärische Objekte zerstört. Darunter seien zwei Kommandoposten, eine Radarstation und fünf Munitionsdepots. Russland beharrt darauf, die Truppen griffen keine zivilen, sondern nur militärische Ziele an.

Die ukrainischen Streitkräfte fügten den Angreifern nach eigenen Angaben schwere Verluste bei. Einige russische Einheiten hätten bei Kämpfen um Konotop und Ochtyrka im Nordosten des Landes bis zu 50 Prozent ihres Personals verloren. „Der moralische und psychologische Zustand des Feindes bleibt extrem niedrig“, behauptete der Generalstab in Kiew. Russische Soldaten würden in Scharen desertieren. Sowohl die ukrainischen als auch die russischen Angaben ließen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

Donezk: Ein Mann kontrolliert ein verbranntes Auto in dem besetzen Gebiet in der Ostukraine.
Donezk: Ein Mann kontrolliert ein verbranntes Auto in dem besetzen Gebiet in der Ostukraine. © Victor/picture alliance

Ukraine-Krieg: Mindestens 13 Tote bei Luftangriff auf Großbäckerei westlich von Kiew

Update vom 7. März, 17.08 Uhr: Offenbar Tote nähe in Kiew. Bei einem russischen Luftangriff westlich von Kiew sind nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Zivilisten getötet worden. Eine Granate habe das Gelände einer Großbäckerei im Ort Makariw getroffen, teilte das ukrainische Innenministerium am Montag mit.
Fünf Menschen seien aus den Trümmern gerettet worden. Insgesamt hätten sich etwa 30 Menschen auf dem Gelände aufgehalten. Die Bäckerei sei derzeit nicht in Betrieb. Russische Truppen stehen nordwestlich von Kiew und versuchen, auch von Westen auf die ukrainische Hauptstadt vorzurücken. Russland beharrt darauf, dass seine Truppen keine zivilen Ziele in der Ukraine angreifen.

Update 7. März, 16.45 Uhr: Experten in der Nato erwarten, dass Russland innerhalb einer Woche den größten Teil der Ukraine erobern wird. Dazu gehören der Norden mit der Hauptstadt Kiew, der Osten und der Süden einschließlich Häfen am Schwarzen Meer. Das berichtet der Business Insider unter Berufung auf Nato-Kreise. In ukrainischer Hand blieben demnach nur Teile des Westens des Landes, inklusive der Stadt Lwiw.

Ukrainische Soldaten in Irpin, Ukraine am 4. März 2022
Nato-Experten glauben nicht, dass die ukrainischen Soldaten dem russischen Militär noch lange erfolgreich Widerstand leisten können (Archivfoto) © Diego Herrera/imago

Update 7. März, 16.01 Uhr: Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine steigt weiter deutlich. Nach aktuellen Zahlen der UN-Flüchtlingshilfsorganisation UNHCR haben inzwischen 1,7 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, teilte die Organisation am Montag auf Twitter mit. Das ist ein Plus von 200 000 binnen eines Tages. In den kommenden Tagen würden weitere Millionen Menschen entwurzelt, wenn dieser sinnlose Konflikt nicht sofort beendet werde.

Das Bundesinnenministerium weiß nach eigenen Angaben bislang von 50 294 nach Deutschland eingereisten Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Da es keine Grenzkontrollen gibt, kann die tatsächliche Zahl aber deutlich höher liegen.

Flüchtlinge aus der Ukraine in Polen
07. März 2022: Flüchtlinge aus der Ukraine warten im polnischen Medyka auf den Weitertransport © Markus Schreiber/dpa/picture alliance

Ukraine-Krieg: EU soll laut Putin Druck auf Ukraine ausüben

Update 7. März, 15.31 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Europäische Union aufgerufen, Druck auf die Ukraine auszuüben. Die EU sollte „einen echten Beitrag zur Rettung von Menschenleben leisten und (...) Kiew zur Einhaltung des humanitären Rechts bewegen“, teilte der Kreml am Montag in Moskau nach einem Telefonat Putins mit EU-Ratspräsident Charles Michel mit.

Die russischen Truppen hätten bereits mehrfach eine Waffenruhe zur Rettung von Menschen aus umkämpften Städten und Dörfern ausgerufen, sagte Putin der Mitteilung zufolge. Die „ukrainischen Nationalisten“ hätten dies jedoch „durch Gewalt gegen Zivilisten und Provokationen aller Art verhindert“. Die Ukraine wiederum hatte erst am Wochenende russischen Truppen vorgeworfen, gegen eine verabredete Feuerpause verstoßen zu haben. Das ließ sich nicht überprüfen.

EU-Ratspräsident Michel teilte nach dem Gespräch mit, er habe Putin dazu aufgefordert, die Feindseligkeiten umgehend einzustellen und humanitäre Hilfe zu ermöglichen. Zudem habe er betont, dass die Sicherheit von Atomanlagen gewährleistet werden müsse. Der Ukraine sicherte Michel weitere Unterstützung zu. Michels Angaben zufolge will die EU bereits in den nächsten Tagen über den jüngst gestellten Beitrittsantrag der Ukraine beraten.

Ukraine-Krieg: USA verlegt weitere Truppen in das Baltikum

Update 7. März, 14.38 Uhr: US-Außenminister Antony Blinken hat eine Verlegung weiterer US-Truppen in das Baltikum angekündigt. In den kommenden Tagen sollen zusätzliche 400 Soldaten in Litauen ankommen, sagte er am Montag nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Gabrielius Landsbergis in Vilnius. 

Ukraine-Krieg: Die Evakuierung von Zivilisten stockt

Update 7. März, 13.30 Uhr: Die geplante Rettung von Zivilisten aus umkämpften ukrainischen Städten kommt erneut nicht voran. Moskau gab Kiew die Schuld. Die ukrainische Seite habe noch keine einzige Bedingung für die Einrichtung humanitärer Korridore erfüllt, teilte das russische Verteidigungsministerium laut Agentur Tass am Montag mit. Zuvor hatte das Ministerium für vier Städte solche Fluchtrouten angekündigt, darunter die nordostukrainische Millionenstadt Charkiw und die Hafenstadt Mariupol im Süden.

Update vom 7. März, 12.50 Uhr: Beim Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind die Vororte Bucha, Hostomel, Vorzel und Irpin hart umkämpft, wie unter anderem The Kyiv Independent meldete. Diese Vororte liegen teils nur wenige Kilometer vor der Stadtgrenze zu Kiew. Nun soll der Bürgermeister der Kleinstadt Hostomel, Juri Illitsch Prylipko, bei einem russischen Angriff getötet worden sein. Er sei gestorben, „als er Brot und Medikamente an Kranke verteilte“, hieß es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung am Montag auf Facebook.

Ukraine-Krieg: Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew scheint zu beginnen

Update vom 7. März, 12.05 Uhr: Der Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew scheint zu beginnen. Wie The Kyiv Independent twittert, gibt es laut Bürgermeister Vitali Klitschko „schwere Kämpfe um Kiew“, besonders im Nordwesten. Weiter habe Klitschko mitgeteilt: „Mit extremer Wut zerstört der Feind Bucha, Hostomel, Vorzel, Irpin. Sie töten vorsätzlich Zivilisten“.

Vitali Klitschko
Vitali Klischko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, am Dienstag (06.03.2022). © Genya Savilov/AFP

Ukraine-Krieg: Delegationen aus der Ukraine und Russland treffen sich in Belarus

Update vom 7. März, 11.56 Uhr: Zur geplanten dritten Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine ist die russische Delegation laut der Staatsagentur Tass am Montag ins Nachbarland Belarus geflogen. Offen war zunächst der Beginn der Gespräche. In ukrainischen Medien hieß es zuvor unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass neue Verhandlungen um 14.00 Uhr MEZ beginnen könnten, in russischen Medien war von einem Beginn um 13.00 Uhr MEZ die Rede. Bei den vorherigen Runden hatte es immer mehrere Stunden von der Ankunft der Vertreter bis zum Beginn der Gespräche gedauert.

Zuletzt hatten sich beide Delegationen am vergangenen Donnerstag im Westen von Belarus getroffen und sich dabei auf humanitäre Korridore für umkämpfte Städte verständigt. Am Wochenende scheiterten zwei Anläufe, Menschen aus der Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer in Sicherheit zu bringen. Beide Seiten gaben einander die Schuld, dass die vereinbarte Feuerpause nicht eingehalten wurde.

Ukraine-Konflikt
04. März 2022: Menschen liegen auf dem Boden eines Krankenhauses während des Beschusses durch russische Streitkräfte in Mariupol, Ukraine. © Evgeniy Maloletka/picture alliance/dpa/AP

Ukraine-Krieg: Neun Tote bei Luftangriff auf Flughafen

Update vom 7. März, 11.01 Uhr: Bei einem Luftangriff auf den Flughafen der ukrainischen Stadt Winnyzja sind am Sonntag laut Angaben der Rettungskräfte neun Menschen ums Leben gekommen. „Am Montag um 05.00 Uhr GMT (06.00 Uhr MEZ) wurden 15 Menschen aus den Trümmern geborgen, darunter neun Tote“, erklärten die Helfer im Messengerdienst Telegram. Bei den Toten handele es sich um fünf Zivilisten und vier Soldaten, hieß es weiter.

Am Sonntag hatte Kiew gemeldet, dass der Flughafen von Winnyzja rund 200 Kilometer südwestlich von Kiew durch russische Raketenangriffe „komplett zerstört“ worden sei. „Acht Raketen“ seien auf die Stadt Winnyzja mit knapp 370.000 Einwohnern abgefeuert worden, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft, die bei Telegram veröffentlicht wurde.

Ukraine-Krieg: Kiew lehnt Fluchtrouten nach Belarus und Russland ab

Update vom 7. März, 10.31 Uhr: Kiew hat eine Evakuierung von Zivilisten über humanitäre Korridore Richtung Belarus und Russland abgelehnt. „Das ist keine akzeptable Option“, erklärte die stellvertretende ukrainische Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Montag. Die russische Armee hatte zuvor die Öffnung mehrerer humanitärer Korridore angekündigt, über die Menschen aus den Städten Kiew, Charkiw, Mariupol und Sumy in Sicherheit gebracht werden sollten. Einige der genannten Routen führen nicht in den Westen, sondern nach Norden und Osten.

Ukraine-Krieg: Russische Armee will Evakuierung von Zivilisten ermöglichen

Ursprungsmeldung vom 7. März, 10:18 Uhr: Kiew - Nach Angaben der ukrainischen Armee hat Russland im Ukraine-Krieg begonnen, Ressourcen für den Sturm auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zusammenzuziehen. Das geht aus dem Bericht des Generalstabs hervor, der in der Nacht zu Montag auf Facebook veröffentlicht wurde. Russische Truppen versuchten gleichzeitig, die volle Kontrolle über die kurz vor Kiew liegenden Städte Irpin und Butscha zu erlangen. Von dort sind es nur mehr wenige Kilometer zur nordwestlichen Stadtgrenze.

Die russische Armee hat unterdessen die Öffnung mehrerer „humanitärer Korridore“ in der Ukraine angekündigt, über die Zivilisten aus den umkämpften Städten in Sicherheit gebracht werden können. Die lokalen Waffenruhen sollen in Kiew, Charkiw, Mariupol und Sumy am Montag ab 10.00 Uhr gelten, wie das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte. Unklar dabei ist, ob sich die Zeitangabe auf Moskauer (8.00 Uhr MEZ) oder ukrainische Ortszeit (9.00 Uhr MEZ) bezieht. Es ist auch nicht bekannt, wie lange die Korridore geöffnet bleiben sollen. Am Wochenende waren zwei Versuche einer Evakuierung der Zivilbevölkerung aus der Hafenstadt Mariupol gescheitert.

Russische Truppen im Ukraine-Konflikt
Das von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik veröffentlichte Bild zeigt russische Soldaten die auf einem gepanzerten Fahrzeug auf einer Straße nahe der Grenze zwischen Russland und der Ukraine mitfahren. (25. Februar 2022) © Anton Vergun/picture alliance/dpa/Sputnik

Die russische Armee erklärte, die Entscheidung sei nach einer „persönlichen Bitte“ des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an den russischen Staatschef Wladimir Putin getroffen worden. Die beiden Staatschefs hatten am Sonntag ein zweistündiges Telefonat geführt.

Ukraine-Konflikt: Russisches Verteidigungsministerium veröffentlicht Korridor-Routen

Das Verteidigungsministerium veröffentlichte zudem die Routen für die Evakuierungen. So soll ein Korridor zwischen Kiew und der belarussischen Stadt Gomel nahe der Grenze zur Ukraine geöffnet werden. Zwei weitere Korridore sollen demnach von Mariupol entweder in Richtung Russland nach Rostow-am-Don oder nach Westen in die ukrainische Stadt Saporischschja führen. Einen vierten Korridor soll es zwischen Charkiw und der russischen Stadt Belgorod geben. Schließlich sollten von Sumy zwei Korridore entweder nach Belgorod oder ins ukrainische Poltawa führen.

Flüchtlinge im Ukraine-Konflikt
6. März 2022: Eine Familie flüchtet in Irpin, Ukraine, vor Beschuss. Stehen die humanitären Korridore, könnten Zivilisten ohne Gefahr evakuiert werden. © Diego Herrera/dpa/picture alliance

Moskau erklärte, es habe die UNO, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) über die Korridore informiert und die Ukraine aufgefordert, „die Bedingungen“ für die Evakuierungen „strikt zu befolgen“. „Wir erwarten konkretes Handeln von den offiziellen Behörden Kiews und von den Führungen der anderen genannten Städte“, erklärte das Verteidigungsministerium.

Ukraine-Konflikt: China bleibt fest an der Seite Russlands

China vollführt im Ukraine-Konflikt seit Tagen einen Drahtseilakt zwischen offener Unterstützung Russlands und staatsmännischer Neutralität. Doch nun hat Chinas Außenminister Wang Yi Russland im Konflikt um dessen Invasion in die Ukraine den Rücken gestärkt. Auf eine Frage nach den internationalen Sanktionen als Reaktion auf den Krieg sagte Wang Yi am Montag auf einer Pressekonferenz aus Anlass der Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses in Peking: „Egal, wie tückisch der internationale Sturm ist, China und Russland werden ihre strategische Entschlossenheit aufrechterhalten und die umfassende kooperative Partnerschaft in der neuen Ära vorantreiben.“

Beide Länder seien enge Nachbarn und strategische Partner. Ihr Verhältnis zähle „zu den wichtigsten bilateralen Beziehungen in der Welt“. Die Kooperation sei nicht nur von Nutzen für die Völker beider Länder, „sondern trägt auch zu Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Welt bei“.

Ukraine-Konflikt: Bundesregierung prüft weitere Waffenlieferungen an die Ukraine

Die Bundesregierung prüft nach Angaben von Christine Lambrecht (SPD) weitere Waffenlieferungen an die Ukraine. „Alles, was möglich ist, ist in der Prüfung“, sagte die Verteidigungsministerin am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Es müsse aber „auch immer klar sein, dass wir unsere Bundeswehr dabei nicht schwächen“, betonte sie. „Das ist unser Auftrag, die Landes- und Bündnisverteidigung zu gewährleisten.“

Mit Blick auf die bisherigen Waffenlieferungen aus Deutschland bat sie um Verständnis, dass die Lieferwege nicht veröffentlicht würden. Das geschehe auch, um sicherzustellen, dass die angekündigten Waffen auch ankämen.

Zu den Gesprächen westlicher Staats- und Regierungschefs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte Lambrecht, diese seien „ganz wichtig“, um von der brutalen Gewalt insbesondere gegen die Zivilbevölkerung wegzukommen. „Aber da müssen jetzt auch Resultate kommen“, betonte sie. „Wir brauchen ganz dringend Korridore“, damit sich die Menschen sicher auf die Flucht begeben könnten. Mehr News zum Ukraine-Konflikt lesen Sie hier auf unserer Übersichtsseite.

Dies ist ein neuer News-Ticker zum Krieg in der Ukraine. Weitere, zurückliegende Informationen von vor dem 7. März erhalten Sie in unserem beendeten News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

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