In Syrien

Al-Qaida und andere Milizen erobern Militärflughafen

Damaskus - Islamistische Milizen haben im Norden Syriens einen heftigen Sandsturm ausgenutzt und einen Militärflughafen des Regimes erobert.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte am Mittwoch, zu dem Rebellenbündnis gehöre auch die Al-Nusra-Front, syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida.

Bei dem Militärflughafen Abu al-Dhuhur habe es sich um die letzte Basis der Armee in der Provinz Idlib gehandelt. Demnach war er nach rund zweijähriger Belagerung jedoch außer Betrieb und wurde nicht für Angriffe der Luftwaffe genutzt. Auch Syriens Staatsfernsehen meldete, die Verteidiger des Flughafens hätten ihre Positionen aufgegeben.

Der Sandsturm war in den vergangenen Tagen über große Teile Syriens gefegt und hat die Sicht massiv verschlechtert. Das Rebellenbündnis hatte die Provinz Idlib bereits im Mai größtenteils eingenommen. Von hier aus versuchen die Aufständischen, in die Küstenregion um die Stadt Latakia vorzudringen, eine Hochburg des Regimes.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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