Retuschierte Bilder kennzeichnen

Ösi-Gesetze gegen Schönheitswahn

Wien - Als erstes Land in Europa will Österreich vor stark retuschierten Bildern mit einem Ampelsystem warnen. Damit soll ein falsches Schönheitsideal bei Jugendlichen verhindert werden. 

Bearbeitete Fotos auf Werbeplakaten oder in Magazinen sollen künftig gekennzeichnet werden.

Einen entsprechenden Vorschlag will Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Österreich zum Gesetz machen. Ein roter Punkt am Rande des Bildes steht für einen stark retuschierten Körper. Mäßig und kaum retuschierte Bilder sollen durch gelbe oder grüne Punkte erkenntlich gemacht werden.

„Das wäre ein Mittel, um dem Bearbeitungswahn Einhalt zu gebieten“, sagte Heinisch-Hosek am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Viele junge Frauen würden diese verzerrten Schönheitsideale zum Vorbild nehmen und Essstörungen entwickeln. Auch untergewichtige Models will die Ministerin nicht mehr am Laufsteg sehen. Ein Model soll einen Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 18,5 vorweisen, um auftreten zu dürfen. Beide Vorschläge sind angelehnt an bereits existierende Gesetze in Israel.

dpa

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