Autobombe

Anschlag auf Syriens Ministerpräsident

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Wael al-Halki

Damaskus - Der syrische Ministerpräsident Wael al-Halki ist am Montag unverletzt einem Anschlag in der Hauptstadt Damaskus entgangen. Neben einem Konvoi des Regierungschefs sei eine Autobombe explodiert.

Wie es aus Regierungskreisen hieß, explodierte im westlichen Stadtteil Masse ein unter einem Auto platzierter Sprengsatz, als al-Halkis Wagen vorbei fuhr. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von stark beschädigten Autos und Trümmern am Ort der Explosion. Die Feuerwehr kämpfte mit einem durch den Sprengsatz verursachten Großbrand. Dem Fernsehbericht zufolge soll es auch Verletzte gegeben haben. Einzelheiten blieben offen. Al-Halki habe direkt nach dem Anschlag an einem Treffen mit einem Wirtschaftskomitee teilgenommen, meldete der Sender Al-Ichabarija.

Es ist nicht die erste Attacke gegen hochrangige Vertreter des Regimes von Präsident Baschar al-Assad. Am 18. Juli vergangenen Jahres hatte eine Explosion bei einem Kabinettstreffen den Verteidigungsminister und dessen Stellvertreter - Assads Schwager - in den Tod gerissen. Damals war auch der Innenminister verletzt worden. Im Dezember waren bei einem Autobomben-Anschlag auf das Innenministerium mehrere Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden, darunter auch der Innenminister. Zu dem Anschlag am Montag bekannte sich zunächst niemand.

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Al-Halki gehört der regierenden Baath-Partei an und hatte das Amt des Regierungschefs im vergangenen Jahr übernommen, nachdem sich sein Vorgänger Riad Hidschab nach Jordanien abgesetzt hatte.

AP

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