Polizei: Islamistischer Hintergrund

Bombenanschlag auf Sikh-Gebetshaus war "Terrorakt"

+
Mit diesem Foto fahndete die Polizei nach zwei Verdächtigen des Anschlags in Essen.

Essen - Nach dem Sprengstoffanschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen hat die Polizei nach Hinweisen aus der Bevölkerung zwei dringend tatverdächtige Teenager festgenommen.

Bei der Explosion in dem Gebetshaus in Essen wurden drei Menschen verletzt.

Die Polizei geht nach dem Bombenanschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen von einem „Terrorakt“ aus. Die beiden 16-Jährigen, die in der Nacht zum Donnerstag unter dringendem Tatverdacht festgenommen wurden, hätten einen islamistischen Hintergrund, sagte Polizeipräsident Frank Richter am Donnerstag. „Die Beschuldigten haben klare Bezüge zur Terrorszene“, betonte er. Der Polizeipräsident rechnet mit weiteren Festnahmen.

Am Samstag war nach einer indischen Hochzeit am Eingang des Essener Zentrums der Religionsgemeinschaft Sikh ein Sprengsatz detoniert. Drei Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer.

Ob die beiden gefassten Jugendlichen mit einer bestimmten islamistischen Organisation sympathisieren, sagte Richter nicht. Einer von ihnen habe sich freiwillig der Polizei gestellt, der andere sei in seinem Elternhaus festgenommen worden. Die Festnahmen seien nach Hinweisen aus der Bevölkerung in Gelsenkirchen und Essen erfolgt. Beide räumten die Tat teilweise ein.

Am Mittwoch hatte die Polizei zwei zunächst festgenommene Männer wieder auf freien Fuß gesetzt, weil sich bei ihnen der Tatverdacht nicht erhärten ließ.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Brisante Enthüllung: Wikileaks umwarb Trumps Sohn im US-Wahlkampf 
Brisante Enthüllung: Wikileaks umwarb Trumps Sohn im US-Wahlkampf 
Duterte und Trump betonen Bedeutung der Menschenrechte
Duterte und Trump betonen Bedeutung der Menschenrechte
AfD-Spitze: Parteimitglieder sollen diese Facebook-Gruppe verlassen
AfD-Spitze: Parteimitglieder sollen diese Facebook-Gruppe verlassen
Deutsche Autokonzerne profitieren von Kinderarbeit im Kongo
Deutsche Autokonzerne profitieren von Kinderarbeit im Kongo

Kommentare