Selbstmord eines Flüchtlings

Polizei sieht keine Anzeichen für Suizid-Aufrufe in Schmölln

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Eine Flüchtlingsunterkunft in einem Schmöllner Wohnblock. Ein 17-jähriger Flüchtling hat sich dort aus dem Fenster eines fünften Stocks gestürzt. Foto: Michael Reichel

Erfurt/Schmölln (dpa) - Drei Tage nach dem Suizid eines minderjährigen Flüchtlings im ostthüringischen Schmölln geht die Polizei nicht davon aus, dass ihn Anwohner zu der Tat ermunterten.

"Nach jetzigem Kenntnisstand ist das nicht der Fall", sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion und berief sich dabei auf Beamte, die an dem Einsatz beteiligt waren, und befragte Augenzeugen. "Diejenigen, die das am Anfang gesagt haben, konnten das in der Zeugenbefragung nicht mehr deutlich verifizieren."

Zuvor hatte bereits Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) Berichte über angebliche Aufrufe zur Selbsttötung angezweifelt.

Der aus Somalia stammende Jugendliche war am Freitag aus dem fünften Stock eines Plattenbaus in Schmölln gesprungen und an den Verletzungen gestorben.

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