Assad: USA sind Teil des Syrien-Konfliktes

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Syriens Präsident Baschar Assad verurteilt auch die USA. Sie seien Teil des Konfliktes in Syrien.

Frankfurt/Main - Der syrische Präsident Baschar Assad schiebt die Schuld für die Gewalt im Land erneut den "Terroristen" zu. Auch die USA sollen Teil des Komplotts sein.

Der syrische Präsident Baschar Assad hat in einem Fernsehinterview erneut “Terroristen“ für die seit mehr als einem Jahr andauernde Gewalt im Land verantwortlich gemacht. Washington gab er eine Mitschuld an dem blutigen Konflikt in seinem Land, wie “tagesschau.de“ am Sonntag über das Interview berichtete, das der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer mit Assad führte und das am Abend im deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden sollte. Die USA “sind Teil dieses Konflikts. Sie spannen einen Schirm auf und bieten diesen Banden politischen Schutz, um Syrien zu destabilisieren“, wurde Assad zitiert.

Das Assad-Interview sollte am (heutigen) Sonntagabend (19.20 Uhr) in der Sendung “Weltspiegel“ im Ersten gezeigt werden.

Annan zu Gesprächen mit Assad in Damaskus eingetroffen

Der internationale Sondergesandte Kofi Annan ist zu Gesprächen mit Syriens Präsident Baschar Assad in der syrischen Hauptstadt Damaskus eingetroffen. Das teilte Annans Sprecher Ahmad Fawzi am Sonntag mit. Nähere Angaben zum zeitlichen Ablauf von Annans Besuch in Syrien machte Fawzi nicht.

Der UN-Sondergesandte Annan hatte am Wochenende in einem Interview eingeräumt, dass die internationalen Bemühungen um eine politische Lösung des Syrien-Konflikts gescheitert seien. Ein von Annan vorgelegter Friedensplan begann mit einem Waffenstillstand, der Mitte April in Kraft trat, jedoch bald von beiden Konfliktparteien gebrochen wurde.

dapd

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