Anstieg von 60 Prozent

100 000 neue Asylbewerber seit Jahresbeginn

Berlin - Rund 100 000 Asylbewerber sind seit Jahresbeginn nach Deutschland gekommen - ein Anstieg von beinahe 60 Prozent. Die meisten Flüchtlinge stammen aus Syrien.

Seit Anfang des Jahres sind rund 100 000 Asylbewerber nach Deutschland gekommen - fast 60 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag mitteilte, stellten zwischen Anfang Januar und Ende August 99 592 Ausländer erstmalig einen Antrag auf Asyl. Hinzu kamen 16 145 sogenannte Folgeanträge von Asylbewerbern, deren Erstanträge abgelehnt worden waren. Im vergangenen Jahr waren es bis Ende August 62 464 Erstanträge und 8778 Folgeanträge gewesen. Im August dieses Jahres kamen allerdings rund neun Prozent weniger Asylbewerber nach Deutschland (15 138) als im vergangenen Juli.

Die meisten Menschen, die seit Jahresbeginn versucht haben, als Flüchtling anerkannt zu werden, stammen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Allein im August stellten 3419 Syrer einen Asylantrag. An zweiter Stelle standen Menschen aus Serbien, gefolgt von Eritreern, Mazedoniern und Irakern. 733 Menschen kamen aus Afghanistan, 756 aus Bosnien-Herzegowina. Die Bundesregierung will Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina als sichere Herkunftsländer einstufen, um die Asylverfahren von Antragstellern aus diesen Ländern zu beschleunigen. Die Grünen sperren sich mit Hinweis auf die schlechten Lebensbedingungen der Roma-Minderheit in diesen Ländern.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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