Athen gibt sich konsequent

Griechenland will Schwarzarbeit bekämpfen

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Ein Baugerüst vor der Akropolis in Athen.

Athen - Griechenlands Regierung will mit harten Strafen die weit verbreitete Schwarzarbeit bekämpfen.

Zudem sollen Privilegien von Staatsbediensteten wie der zusätzliche Sechs-Tage-Urlaub im Jahr für Computerarbeit abgeschafft werden. Dies teilte der griechische Arbeitsminister Giannis Wroutsis am Samstag mit. Für Unternehmer, die Menschen schwarz beschäftigen „tickt die Uhr“, sagte er der halbamtlichen Nachrichtenagentur AMNA. Ab Montag würden täglich mehr als 1000 Beamte landesweit Kontrollen durchführen, hieß es.

Zuvor hatte der für Reformen zuständige Minister Kyriakos Mitsotakis angekündigt, er werde das seit 1989 geltende Privileg der Staatsbediensteten abschaffen, sechs Tag pro Jahr mehr Urlaub zu bekommen, wenn man mehr als fünf Stunden lang am Tag vor einem Computer arbeiten muss. Die Staatsbedienstetengewerkschaft kündigte an, sie werde dagegen klagen.

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Athen hatte in den vergangenen Monaten immer wieder der Schwarzarbeit den Kampf angesagt. Die Regierung hatte bereits Unternehmern, die Menschen schwarz beschäftigen, gedroht. Sie sollen künftig pro Fall 10 550 Euro Strafe zahlen. Zudem sollen bei Wiederholung die betroffenen Betriebe geschlossen werden. Arbeitsminister Wroutsis hatte bereits im August erklärt, die Schwarzarbeit habe mittlerweile „jede erduldbare Grenze übertroffen“.

Im Rahmen mehrerer Kontrollen des Arbeitsministeriums und der größten Rentenkasse des Landes IKA war festgestellt worden, dass knapp 40 Prozent der Arbeitnehmer gar nicht versichert sind. Die Renten- und Versicherungskassen des von der Pleite bedrohten Landes hätten allein 2012 rund sechs Milliarden Euro verloren.

Wegen der hohen Arbeitslosigkeit, die zurzeit 27,9 Prozent erreicht, sind immer mehr Menschen bereit, irgendeine Arbeit aufzunehmen. Besonders auf den Touristeninseln soll im Sommer fast jeder zweite Arbeitnehmer ohne Versicherung und Arbeitgeberbeiträge tätig sein.

dpa

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