Weitere Autobombe detoniert

Anschlag in Libyen verhindert Wahl-Demo

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Libysche Soldaten vor dem Hauptquartier einer der Milizen in Bengasi.

Bengasi - Libyens Übergangsregierung bekommt die Lage in Bengasi nicht unter Kontrolle. Nach einem weiteren Autobomben-Anschlag wurde eine geplante Demonstration für frühere Wahlen abgesagt.

Lokale Medien berichteten am Donnerstag, unter dem Auto eines Armeeangehörigen und ehemaligen Rebellenführers sei am Mittwochabend in der Metropole Bengasi eine Bombe detoniert. Salim Bu Nabus und sein Sohn hätten den Anschlag überlebt, weil sie das Fahrzeug kurz zuvor verlassen hätten.

Bengasi gilt als Wiege der Revolution in Libyen. Allerdings haben sich nach dem Sturz und Tod Gaddafis dort Milizen breitgemacht.

Kurz zuvor war in Bengasi ein Sprengsatz unter dem Auto eines Geheimdienstoffiziers detoniert. In Bengasi sind in den vergangenen Monaten Dutzende Angehörige der Sicherheitskräfte ermordet worden. Die Täter wurden nicht gefasst.

Die neu gegründete Bewegung 9. November sagte wegen Sicherheitsbedenken ihre für Samstag geplante Demonstration in Bengasi ab. Die Bewegung wurde gegründet, um vorgezogene Parlamentswahlen durchzusetzen.

Der nach dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi 2011 beschlossene Zeitplan für die Übergangszeit ist nicht eingehalten worden. Der nächste Schritt - die Wahl eines Verfassungskomitees - verzögert sich und damit auch die Wahl eines neuen Parlaments.

dpa

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