Wilder Bär erschreckt Grünen-Politiker

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Kann man sich vor diesen Augen fürchten? Ein Braunbär treibt gerade in den Schweizer Alpen sein Unwesen.

Chur - In den Schweizer Alpen hat ein Braunbär über Ostern mehrere Wanderer erschreckt. Auch einen deutschen Grünen-Politiker lehrte er das Fürchten.

Ein Bär erschreckt seit Ostern im Schweizer Berg-Kanton Graubünden Touristen - unter ihnen auch ein deutscher Lokalpolitiker der Grünen. Wie die Zeitung Blick am Mittwoch berichtete, gehörten der Tübinger Verkehrsplaner Gerd Hickmann (47) und seine Familie am Samstag zu den ersten Menschen, die dem Bären mit dem Codenamen M 13 in der Schweiz begegneten.

Der zwölfjährige Sohn der Baden-Württemberger Familie habe den Petz bei einem Spaziergang in der Nähe von Scuol entdeckt. “Mist. Ein Bär, sagte mein Bub zu mir“, zitierte die Zeitung Hickmann. “Das Tier stand mitten auf der Straße, etwa 50 Meter entfernt“, sagte der Lokalpolitiker.

Die schrägsten Tiere der Welt

Opossum
Das schielende Opossum (Didelphis) Heidi im Zoo Leipzig. Das Tier hat einen Sehfehler. © dapd
Zu viel Winterspeck? Ein Katta im Hamburger Tierpark macht den Test. © ap
Dieser chinesischen Schopfhund ist 2007 zum hässlichsten Hund der Welt gewählt worden. Er wird nur bis zu 33 Zentimeter groß und ist in dieser Variante haarlos. © AP
Huch? Ist ein Storch nicht eigentlich weiß? In Briesen (Brandenburg) wurde dieser blaue Storch gesichtet. © dpa
Mit seiner großen gurkenförmigen Nase gehört der Nasenaffe nicht zu den gängigen Naturschönheiten. Er lebt nur auf der indonesischen Insel Borneo, immer nah am Wasser und in Mangrovenwäldern. © dpa
Diese Königskrabbe kann bis zu 15 Kilogramm schwer werden und erreicht eine Spannweite von bis zu zwei Metern. Sie ist auch als "Kamtschatka Riesenkrabbe" bekannt. Sie stammt aus dem nördlichen Pazifik vor Japan und Alaska. © AP
Diese japanische Riesenkrabbe spielt mit einem Mini-WM-Ball. Sie ist die größte lebende Krebsart. Ihre Spannweite beträgt knapp vier Meter. © dpa
Zwei Sphinx-Katzen. Sie sind eine kanadische Katzenart. Auf den ersten Blick ist die Sphinx-Katze haarlos, doch bei näherer Betrachtung ist ein zarter Flaum zu erkennen. Sie ist sehr intelligent und ihre Haut bräunt im Sommer ebenso wie die des Menschen. © AP
Die Sphinx-Katzen Hale-Bopp (links) und Beanie Baby ruhen sich bei einer Tiershow aus. © AP
Es gibt den reinrassige chinesische Schopfhund auch in der Variante „Powder Puff“ mit ganz feinem Fell. Auch dieses Exemplar wurde ebenfalls beim World's Ugliest Dog Contest in Petaluma, Kalifornien, 2007 gesehen. © AP
Dieser chinesische Schopfhund besitzt nur ein Auge und drei Pfoten. Der arme Kerl gewann 2008 den Titel des hässlichsten Hundes der Welt. Chinesische Schopfhunde gelten als verspielt, aufgeweckt und gefühlvoll. © AP
Miss Ellie ist 15 Jahre alt und blind. Beste Voraussetzungen für die reinrassige chinesische Schopfhündin, den begehrten Titel des hässlichsten Hundes der Welt abzuräumen. © AP
Der mexikanische Schwanzlurch hat eine besondere Fähigkeit: Er kann verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen. In ihrer Heimat gehören Axolotl zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. © dpa
Bei uns werden Axolotl für die Wissenschaft genutzt. An ihnen wird das Wachsen von Zellen aus dem Embionalstadium beobachtet. Die Tiere wachsen ein Leben lang, im Alter allerdings immer langsamer. © dpa
„Astaroth“ ist ein Aye-Aye-Männchen. Das Fingertier verfügt über bis zu acht Zentimeter lange Finger mit denen es sich sein Essen angelt. Fingertiere leben nur noch auf Madagaskar. © dpa
„Sam“ war drei Jahre in Folge der hässlichste Hund der Welt. Der chinesische Schopfhund wurde inzwischen eingeschläfert, seine Website gibt es aber immer noch. © dpa
Der Nacktmull lebt in Halbwüsten in Äthiopien, Kenia und Somalia und ist ein Sandgräber. Er lebt in von Weibchen geleiteten großen Kolonien. © dpa
Der Nacktmull (hier im Dresdener Zoo) gilt als das sozialste Tier der Welt, hat aber ein echtes Imageproblem wegen seines Aussehens. © dpa
Der Seeteufel (vorne) oder auch Lotte genannt lebt im nordöstlichen Atlantik und ist wegen seines weißen und festen Fleisches beliebt. Im Hintergrund ein Felsenbarsch. © dpa
Der Sternmull ist eine Maulwurfart und hat rund um seine Schnauze 22 fingerförmige Hautanhänge. Er lebt an Land, jagt aber auch im Wasser. Um seine Beute aufzuspüren, bläht er Luftblasen auf, saugt sie sofort wieder ein und nimmt so die Duftstoffe der Beute war. Dann weiß er, wohin er schwimmen muss. © Ken Catania/Nature/dpa
Dieser Kater heißt Frank bzw. Louie. Je nachdem von welcher Seite man ihm ins Gesicht schaut. Er lebt in Worcester im Bundestaat Massachusetts. © 

Nach Angaben des Jagdinspektors von Graubünden, Georg Brosi, ist das Tier aus Italien gekommen. Seit 2005 würden immer wieder Bären nach Graubünden vordringen. Obwohl er schon drei Mal Bienenstöcke von Imkern geplündert habe, werde der etwa 100 Kilogramm schwere und zwei Jahre alte M 13 nicht als “Problembär“ eingeschätzt. In Bayern war 2006 der populär gewordene Braunbär Bruno auf Weisung der Landesregierung erschossen worden, nachdem er Schafe gerissen hatte.

Beim Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg hieß, es habe mehrere Bärenbeobachtungen im Grenzgebiet zwischen Graubünden und Tirol gegeben. “Wo er hinläuft oder sich aktuell befindet, können wir nicht sagen, weil er keinen Sender trägt“, sagte eine Sprecherin.

Das Bozner Landesamt für Jagd und Fischerei hatte nach einer Meldung der österreichischen Agentur APA Anfang April vor dem Bären gewarnt. Das Tier zeige wenig Scheu vor Menschen. Man solle sich ihm nicht nähern, ihn fotografieren, filmen oder gar füttern. Anders als seine Artgenossen fliehe das Raubtier nicht vor Menschen.

Bei Bärbegegnungen empfiehlt das Schweizer Umweltministerium, “einen langsamen Rückzug“ anzutreten. Falls ein Bär angreife, solle man sich auf den Bauch legen: “Der Bär wird den Menschen erkunden und feststellen, dass dieser keine Gefahr darstellt“, heißt es im “Konzept Bär“ des Ministeriums.

dpa

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