Bald strengere Regeln für Bordelle?

Berlin - Die Länder verlangen eine behördliche Erlaubnis für Bordelle. Deshalb forderte der Bundesrat am Freitag die Bundesregierung auf, den Betrieb von Prostitutionsstätten stärker zu reglementieren.

Die Behörden sollen die Eröffnung versagen, wenn das Betriebskonzept - beispielsweise durch eine “Flatrate“- erhebliche Nachteile oder Belästigungen für die Jugend, die Allgemeinheit oder die Umwelt befürchten lässt. Um wirksam gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution und Schwarzarbeit im Rotlichtmilieu vorgehen zu können, soll außerdem ein engmaschiges System von Meldepflichten eingeführt werden.

Minderjährige dürften sich nicht in entsprechenden Etablissements aufhalten. Nach Ansicht der Länder hat die Legalisierung der Prostitution zur Folge, dass die Polizei weniger eingreifen kann. Huren seien nicht hinnehmbaren Gefahren für Leben und körperliche oder seelische Unversehrtheit ausgesetzt. Auch bestehe ein hohes Risiko, dass sie von Bordellbetreibern und Zuhältern abhängig seien. Derzeit reichten die Ermächtigungsgrundlagen für die Polizei nicht aus, Prostituierte vor menschenunwürdiger Behandlung zu schützen.

dapd

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