Trotz US-Widerstands

Ban will Iran zu Syrien-Konferenz einladen

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

New York - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich ungeachtet der ablehnenden Haltung der US-Regierung für die Teilnahme des Iran an der Syrien-Friedenskonferenz ausgesprochen.

"Der Iran kann eine wichtige Rolle spielen, er ist eine wichtige Regionalmacht", sagte Ban am Montag in New York. Die Teilnahme des Landes sei deshalb "logisch, praktisch und realistisch".

Der Iran ist einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad. Die US-Regierung aber lehnt die Teilnahme iranischer Vertreter an der Friedenskonferenz ab. Diese soll am 22. Januar im Schweizerischen Montreux beginnen. Auf der Teilnehmerliste, die der Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi am Freitag in Genf präsentiert hatte, fehlte der Iran.

Ban kündigte an, dass die förmlichen Einladungen zur Syrien-Konferenz noch im Dezember versandt würden. Mit Blick auf den US-Widerstand gegen eine Teilnahme Irans sagte Ban: "Wir arbeiten jeden Tag daran, das Problem schnellstmöglich zu lösen." Ban forderte die syrischen Kriegsparteien auf, Gefangene freizulassen, Belagerungen zu beenden und humanitäre Helfer gewähren zu lassen.

Die Angriffe der syrischen Luftwaffe mit Fassbomben voll TNT-Sprengstoff auf von Rebellen gehaltene Wohnviertel verurteilte Ban ausdrücklich. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten sind in den vergangenen acht Tagen in der nordsyrischen Stadt Aleppo über 300 Menschen bei Luftangriffen getötet worden. Der Generalsekretär der oppositionellen Syrischen Nationalen Koalition, Badr Dschamus, drohte am Montag mit einem Boykott der Friedenskonferenz, sollten die Luftangriffe weiter anhalten.

AFP

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