Eindringliche Warnung

Bauernpräsident Heidl: "Bayerns Bauern fehlt jeder vierte Euro"

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Walter Heidl.

München - Bayerns Bauern haben große finanzielle Probleme. Das sagte Bauernpräsident Walter Heidl am Dienstag. Es fehle jeder vierte Euro.

Die Einkommen der bayerischen Bauern sind nach Angaben des Bauernverbandes seit dem Sommer 2014 um fast ein Viertel eingebrochen. „Gegenüber dem letzten Wirtschaftsjahr fehlt den bayerischen Bauern jeder vierte Euro“, sagte der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl am Dienstag. Laut Situationsbericht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) verdienten die bayerischen Familienbetriebe zwischen Juli 2014 bis Juni 2015 durchschnittlich 22,5 Prozent weniger als im Vorjahr. In Bayern lag der monatliche Durchschnittsverdienst einer selbstständigen Familienarbeitskraft demnach im Schnitt bei 2342 Euro brutto.

Für die finanziellen Einbußen macht der Bauernverband einen Rückgang bei den Erzeugerpreisen verantwortlich. Grund dafür seien russische Embargos für westliche Agrarprodukte, eine weltweit gute Ernte und zu günstige Preise für Lebensmittel. Dem DBV-Situationsbericht liegen Daten von insgesamt 13 762 deutschen Betrieben zugrunde, darunter ein Drittel aus Bayern. Die Ergebnisse des Situationsberichtes sind nach Angaben des Bauernverbandes repräsentativ.

dpa

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