“Nicht erwünscht“

Von Söder fallengelassen: Ex-Minister wendet sich verbittert von CSU ab

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Marcel Huber mit Noch-CSU-Chef Horst Seehofer.

Bis vor Kurzem galt Marcel Huber als Vorzeige-Minister seiner Partei: Klaglos, loyal und solide arbeitete er dort, wo der Ministerpräsident ihn hinschob. Jetzt aber wird der 60-jährige Mühldorfer von Söder fallengelassen.

Vergangene Woche wollte sich der von Markus Söder nicht mehr als Minister berücksichtigte Huber für den Posten des Fraktions-Vize bewerben, gemeinsam mit vier anderen männlichen Kandidaten. Weil keine Frau dabei war, wurde die Wahl verschoben.

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Heute soll nun der zweite Anlauf unternommen werden – doch Huber zieht seine Kandidatur zurück. „Die Fraktion hat ein klares Signal gegeben, dass Rückkehrer meiner Kategorie in führenden Fraktionsämtern nicht erwünscht sind“, sagt der ehemalige Umweltminister dem Münchner Merkur* verbittert. „Einen Kampf gegen die Fraktion nehme ich nicht auf.“ Stattdessen kommt aus Oberbayern nun eine Frau zum Zug. Ob es Tanja Schorer-Dremel aus Eichstätt und Ute Eiling-Hütig aus Starnberg wird, ist allerdings noch offen.

Marcel Huber

Video: Rückblick auf Horst Seehofers politische Karriere

Als gesetzt gelten zwei Franken: Ex-Justizminister Winfried Bausback und Alexander König, bereits jetzt Fraktionsvize. Josef Zellmeier soll den Vorsitz im Haushaltsausschuss, die Erdingerin Ulrike Scharf den Wirtschaftsausschuss bekommen. 

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