Arroganz-Vorwurf

BayernLB: Beckstein watscht ab

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Günther Beckstein (CSU) am Dienstag vor dem Landgericht.

München - Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hat am Dienstag im BayernLB-Prozess ausgesagt – und dabei seine ehemaligen Weggefährten ganz gehörig abgewatscht.

Vor dem Landgericht bedauert der Politiker die Übernahme der Bank Hypo Alpe Adria und steht zur politischen Verantwortung.

Zugleich betont er, dass er Vorbehalte gegenüber Politikern „auf dem Balkan“ hatte. Zudem bezeichnet er den früheren Landesbank-Chef Werner Schmidt als „arrogant“ – der durfte das übrigens live und in Farbe auf der Anklagebank mit anhören. Diese Arroganz, so Beckstein, habe Schmidt „mit unserem Finanzminister gemeinsam“.

Wen Beckstein mit diesen Worten genau meint, wird nicht ganz klar. Vermutlich den Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU), der damals mit Beckstein im Verwaltungsrat der BayernLB saß und großes Interesse am Kauf der Hypo Alpe Adria gehabt haben soll. Beckstein: „Er hat mir empfohlen, meine Meinung so zu haben, wie er sie hat.“

Seit Ende Januar müssen sich die ehemaligen Vorstände der BayernLB vor Gericht wegen Untreue verantworten. Alle sechs haben die Vorwürfe bestritten und erklärt, sie hätten sich große Chancen versprochen.

tz

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