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Opposition kritisiert BayernLB-Chefs scharf

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Bilanzpressekonferenz bei der BayernLB: Die Herren hätten “grandios gemurkst“, so Inge Aures (SPD). © dpa

München - "Desaströse Fehlentscheidung“: Angesichts der Milliardenverluste der BayernLB wegen des Fehlkaufs der Hypo Alpe Adria (HGAA) hat die Landtags-Opposition massive Kritik am Vorstand geübt.

Die SPD sprach am Mittwoch von einer “Bilanz der Versager“, die Grünen sahen im dem neuerlichen Minus von 2,6 Milliarden Euro die

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“Quittung für das völlig missglückte Finanzabenteuer Hypo Group Alpe Adria“. Die Freien Wähler bezeichneten die am Mittwoch vorgestellte Bilanz als “schallende Ohrfeige für die alte Führungsriege der BayernLB“.

Das Ergebnis sei ein Beleg für die “desaströse Fehlentscheidung“ im Jahr 2007, die HGAA zu kaufen, sagte die Vize-Vorsitzende der BayernLB-Kontrollkommission des Landtags, Inge Aures (SPD). Der frühere Vorstand und die damaligen Verwaltungsräte - darunter mehrere prominente CSU-Politiker - hätten nun “das Ausmaß ihres Versagens nochmals schwarz auf weiß“. Die Herren hätten “grandios gemurkst“.

Der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Eike Hallitzky, kritisierte zudem ein “verfehltes Krisenmanagement“ im vergangenen Jahr. Zudem dürfe auch das Abstoßen der HGAA nicht darüber hinwegtäuschen, dass die BayernLB weiter in eine ungewisse Zukunft steuere. “Die Neuausrichtung der Bank ist weiterhin nebulös und aus unserer Sicht nicht tragfähig“, kritisierte er. “Die BayernLB hat noch immer keinen Markt gefunden, der ihr auf Dauer das Überleben sichern wird.“ Für die Grünen stehe außer Frage, dass die Bank weiter auf eine Kooperation mit anderen Landesbanken hinarbeiten müsse.

Der Landesbank-Experte der Freien Wähler, Bernhard Pohl, kritisierte den Fehlkauf der HGAA als “absolut unnötig“. “Hätte sich die Bank durchgängig um ihr Kerngeschäft gekümmert, hätte sie in den vergangenen Jahren, die nicht von der Wirtschaftskrise geprägt waren, mutmaßlich sogar noch besser abgeschnitten“, erklärte er.

dpa

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