Beckstein: Flüchtlinge sind italienisches Problem

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Günther Beckstein (CSU)

München - Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hat die von Nordafrika über die Insel Lampedusa nach Italien rollende Flüchtlingswelle als “rein italienisches Problem“ bezeichnet.

Deutschland habe in früheren Jahren während der Balkankrise mehrere hunderttausend Asylbewerber aufgenommen, sagte er im Interview mit dem “Münchner Merkur“. Ein “Riesenland wie Italien kann deshalb mit 20 000 Flüchtlingen nicht überfordert sein.“ Dass Italien die Flüchtlinge mit Visa ausstatte und in andere EU-Länder weiterschicke, bezeichnete er “als völlig unvertretbar“ und als “eklatanten Bruch der Schengener Verträge“.

Lampedusa: Flüchtlingselend in Italien

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Es müsse der Grundsatz gelten: Wer nicht verfolgt werde, müsse zurück, sagte Beckstein, der auch bayerischer Innenminister war. Bayern hat wegen des Flüchtlingsstroms aus Nordafrika nach Europa die verdachtsunabhängigen Kontrollen in den grenznahen Gebieten verstärkt. “Die bayerische Polizei richtet im Rahmen der Schleierfahndung ein besonderes Augenmerk auf illegale Migranten“, sagte Becksteins Nachfolger als Innenminister, Joachim Herrmann (CSU).

dpa

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