Gefängnisse in Bayern

Bayern-SPD beklagt Mangel an Justizpersonal

München - Als "völlig überlastet" bezeichnet die SPD-Landtagsfraktion die Mitarbeiter in bayerischen Gefängnissen. Sie wirft dem Justizministerium Versagen bei der Personalplanung vor.

Die SPD-Landtagsfraktion wirft dem bayerischen Justizministerium gravierendes Versagen bei der Personalplanung für die Gefängnisse vor. Laut Fraktionschef Markus Rinderspacher haben die Angestellten dort im vergangenen Jahr fast eine halbe Million Überstunden machen müssen.

Dies sei gegenüber 2012 ein Anstieg um 15 Prozent und „eine neue traurige Rekordmarke“, erklärte der SPD-Politiker und berief sich dabei auf Zahlen des Justizministeriums.

Viele Krankheitstage der Bediensteten

Die Mitarbeiter in den Haftanstalten seien „völlig überlastet“. Das äußere sich auch in der Anzahl der Krankheitstage. Im Schnitt fehlten die Bediensteten pro Jahr etwa vier Wochen. Der Nachtragshaushalt 2014 sehe zwar die Besetzung von 100 neuen Stellen vor, die Ausbildung dieser Leute dauere jedoch zwei Jahre. „Wann und ob die vielen Überstunden jemals abgebaut werden können, ist nicht absehbar“, so Rinderspacher.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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