Berlin wappnet sich angeblich für Griechenland-Pleite

Ernster Blick: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras und Bundeskanzlerin Merkel Ende März bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Foto: Stephanie Pilick
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Ernster Blick: Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras und Bundeskanzlerin Merkel Ende März bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Foto: Stephanie Pilick
Rentnerin Eleni Nikolarakou lebt nahe Athen in einem Container, ihre Rente beträgt 300 Euro. Foto: Yannis Kolesidis
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Rentnerin Eleni Nikolarakou lebt nahe Athen in einem Container, ihre Rente beträgt 300 Euro. Foto: Yannis Kolesidis
Bettler in Athen: Griechenland ist nach wie vor von der Pleite bedroht. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
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Bettler in Athen: Griechenland ist nach wie vor von der Pleite bedroht. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Einnahmequelle Tourismus: Urlauber auf dem Weg zu den griechischen Inseln. Foto: Alkis Konstantinidis/Archiv
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Einnahmequelle Tourismus: Urlauber auf dem Weg zu den griechischen Inseln. Foto: Alkis Konstantinidis/Archiv
Anti-IWF-Graffiti in Athen - doch ohne den Internationalen Währungsfonds kommt Griechenland nicht vom Fleck. Foto: Orestis Panagiotou/Archiv
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Anti-IWF-Graffiti in Athen - doch ohne den Internationalen Währungsfonds kommt Griechenland nicht vom Fleck. Foto: Orestis Panagiotou/Archiv
Flohmarkt in Athen: Wer in Griechenland noch Geld hat, gibt es derzeit nicht aus - die Deflation nimmt dadurch zu. Foto: Orestis Panagiotou
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Flohmarkt in Athen: Wer in Griechenland noch Geld hat, gibt es derzeit nicht aus - die Deflation nimmt dadurch zu. Foto: Orestis Panagiotou

Berlin (dpa) - Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung bereitet sich Berlin auf eine Staatspleite Griechenlands vor. Unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen berichtet die Zeitung, es gebe konkrete Beratungen, was im Falle einer Pleite zu tun sei.

Danach sei unter anderem im Gespräch, bei einer Staatspleite Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland einzuführen. Außerdem werde ein Schuldenschnitt für das Land diskutiert. Regierungsbeamte stünden darüber in einem engen Austausch auch mit Mitarbeitern der Europäischen Zentralbank.

Einen konkreten Plan, wie im Falle einer griechischen Staatspleite zu reagieren sei, habe die Bundesregierung allerdings nicht, berichtete die Zeitung. Vieles müsse ad-hoc entschieden werden. "Auch die Kanzlerin weiß jetzt, dass die Zeit nicht mehr reichen wird", um Griechenland bis zum 30. Juni zu retten, zitiert "Bild" einen hochrangigen Diplomaten.

In der Bevölkerung ist eine knappe Mehrheit der Deutschen für einen Verbleib Griechenlands im Euro. Bei einer Umfrage des Instituts TNS-Emnid für das Nachrichtenmagazin "Focus" sprachen sich 46 Prozent dafür aus, dass die Griechen den Euro behalten. 42 Prozent sind dafür, dass das Land zu seiner alten Währung, der Drachme, zurückkehrt. Der Rest war unentschlossen oder machte keine Angaben.

Besonders hoch ist die Zustimmung zum Verbleib der Griechen im Euro unter Anhängern der Grünen (64 Prozent), gefolgt von SPD-Anhängern (58) und denen der Unionsparteien (51). Anhänger der Linken sind nur zu 40 Prozent dafür.

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