Berlin wartet auf Besuch von Obama

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Im Wahlkampf 2008 hatte der damalige Präsidentschaftsbewerber Barack Obama in Berlin vor der Siegessäule eine Rede gehalten.

Berlin - Seit mehr als vier Jahren wartet Berlin auf einen Besuch von US-Präsident Obama. Jetzt ist ein historisches Datum im Gespräch: Der 50. Jahrestag von Kennedys legendärer Rede mit dem Satz „Ich bin ein Berliner“.

Nach dem Deutschlandbesuch von US-Vizepräsident Joe Biden gibt es neue Spekulationen, dass auch Präsident Barack Obama noch in der ersten Jahreshälfte nach Berlin kommen wird. Anlass könnte der 50. Jahrestag der historischen Rede seines Vorgängers John F. Kennedy vor dem Schöneberger Rathaus am 26. Juni 1963 sein, berichtete die „Rheinische Post“ (Mittwoch) unter Berufung auf Regierungskreise und US-Diplomaten. Es wäre der erste Berlin-Besuch Obamas als Präsident.

Der US-Präsident wird ohnehin zum G-8-Gipfel in Nordirland am 17. und 18. Juni nach Europa kommen. Die Teilnahme an solchen Spitzentreffen in Europa haben US-Präsidenten in der Vergangenheit meistens mit Besuchen in einem oder mehreren anderen Ländern verbunden. Beim letzten G-8-Gipfel in Europa - 2011 im französischen Deauville - verzichtete Obama auf eine Stippvisite in Deutschland. Deswegen gilt ein Besuch in Berlin diesmal als wahrscheinlich.

„Der Zeitpunkt ist ziemlich realistisch“, zitiert die „Rheinische Post“ einen US-Diplomaten. Regierungssprecher Steffen Seibert wollte sich nicht zu den Spekulationen äußern. Er verwies darauf, dass Merkel Obama nach seiner Wiederwahl im November nach Deutschland eingeladen habe. Zum Datum 26. Juni sagte Seibert: „Das ist auf jeden Fall ein Tag, der - Besuch oder nicht Besuch - für uns im Zeichen des deutsch-amerikanischen Verhältnisses und der tiefen Freundschaft stehen wird.“

Kennedy war 1963 von Hunderttausenden Berlinern bejubelt worden und sagte in seiner Rede den berühmten Satz: „Ich bin ein Berliner.“ In der vergangenen Woche war Obamas Stellvertreter Biden bei Merkel in Berlin und nahm an der Münchner Sicherheitskonferenz teil.

Obama war 2008 in seinem ersten Präsidentschaftswahlkampf in Berlin gewesen und hatte an der Siegessäule eine Rede vor 200 000 Menschen gehalten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich damals gegen eine Rede vor dem Brandenburger Tor ausgesprochen. Als Präsident kam Obama zweimal nach Deutschland, aber nicht nach Berlin. 2009 war er im Rahmen des Nato-Gipfels in Baden-Baden und Kehl und besuchte wenige Wochen später Dresden, Weimar und die US-Truppen im rheinland-pfälzischen Landstuhl.

dpa

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