Berlusconi: Staatsanwaltschaft ermittelt

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Privat? Mit der Geburtstagsparty von Noemi Letizia (18) begann der Skandal um Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Rom - Zwei Wochen vor dem G-8-Gipfel steht Silvio Berlusconi weiter unter Druck. Staatsanwälte untersuchten Fotos vom Schlafzimmer Berlusconis, sowie angebliche Aufzeichnungen von Telefongesprächen.

Der italienische Ministerpräsident wies am Mittwoch die Darstellung einer Prostituierten in der Zeitung “Corriere della Sera“ zurück, dass sie 1.000 Euro erhalten habe, um im Oktober 2008 an einer Party in der römischen Residenz des Regierungschefs teilzunehmen.

 Am 4. November habe sie dort auch die Nacht verbracht. Er habe nie eine Frau bezahlt, sagte der 72-Jährige dem Magazin “Chi“, das in seinem Verlagshaus Mondadori erscheint. “Es gibt nichts in meinem Privatleben, wofür ich mich entschuldigen müsste.“

Die Prostituierte Patrizia D'Addario erklärte jedoch, sie könne beweisen, dass sie die Nacht im Haus Berlusconis verbracht habe. Staatsanwälte untersuchten Fotos, die D'Addario vom Schlafzimmer Berlusconis gemacht haben will, sowie angebliche Aufzeichnungen von Telefongesprächen zwischen beiden.

Berlusconi und seine Schönheiten

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Die Serie von Schmuddelgeschichten über den Ministerpräsidenten stößt in konservativen Kreisen auf wachsenden Unwillen. “Es muss Grenzen geben“, schrieb jetzt das einflussreiche katholische Magazin “Famiglia Cristiana“, das in Kirchen im ganzen Land verteilt wird. “Diese Grenzen des Anstands sind überschritten worden.“ Die Inhaber politischer Macht könnten nicht beanspruchen, “sich in einem ethik-freien Territorium zu befinden“.

Der Skandal setzte bereits Ende Januar ein, als Berlusconis Frau Veronica Lario öffentlich eine Entschuldigung von ihrem Mann verlangte und danach auch ihre Absicht ankündigte, sich scheiden zu lassen. Damals ging es vor allem um die Teilnahme Berlusconis an einer Geburtstagsparty für ein 18-jähriges Mädchen.

ap

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