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Bettina Wulff empfiehlt sich als neue First Lady

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Bettina Wulff soll Deutschlands neue First Lady werden © dpa

Berlin - Die Chancen, dass wir vom Wir-sind-Lena-Glück ins Wir-wollen-Bettina-Fieber taumeln, sind groß: Die tz erklärt Bettina Wullf.

"Darf eine Landesmutter tätowiert sein?", fragten die Medien, nachdem Bettina Wulff auf einer Gala in Bochum kess ein Tribal auf ihrer Schulter entblößt hatte. Sie darf, befanden Experten der Etikette. Schließlich sei die Frau von Niedersachsens Ministerpräsident jung, fröhlich und eben unkonventionell. Alles Eigenschaften, mit denen sich die 36-Jährige jetzt als neue First Lady des Landes empfiehlt. „Eine Rolle, in der ich mich wohlfühlen könnte“, sagt sie selbstbewusst und lächelt dabei gewinnend.

Keine Frage: Die Chancen, dass wir vom Wir-sind-Lena-Glück ins Wir-wollen-Bettina-Fieber taumeln, sind groß. Schließlich hat die attraktive Politikergattin schon in den vergangenen vier Jahren bewiesen, dass sie eine Bereicherung fürs Societyparkett ist. Knapp 1,80 Meter groß, blond und braunäugig – wo Bettina Wulff auftritt, richten sich die Kameras auf sie. Dabei scheint sie das Blitzlicht zu genießen, gibt sich herrlich unverkrampft, steht geduldig Rede und Antwort und findet immer ein paar herzliche Worte für die Menschen, die sich um sie bemühen. Es war und ist diese fröhlich-unkomplizierte Art, mit der die ehemals alleinerziehende Mutter das Herz von Ministerpräsident Christian Wulff (50) eroberte. Der hatte nach der Trennung von seiner ersten Ehefrau Christiane, mit der er die gemeinsame Tochter Annalena (16) hat, für Schlagzeilen gesorgt. „Es war keine einfache Zeit, aber als mir Bettina begegnete, wusste ich, dass sie die Richtige ist“, sagte er später im Interview. Im März 2008 gab sich das frisch verliebte Paar in Hameln das Jawort, kurz darauf kam Söhnchen Linus (2) zur Welt. Bettina Wulffs sechsjähriger Sohn Leander stammt aus einer früheren Beziehung.

Sie sei eine strenge Mutter, sagt Bettina Wulff über sich selbst. „Es gibt klare Regeln und ein paar feste Rituale – wie unser gemeinsames Frühstück.“ Neben Haushalt und Kindern managt die studierte Medienwissenschaftlerin ihren Job bei der Drogeriekette Rossmann, kümmert sich um soziale Projekte und übernimmt repräsentative Pflichten – auch gerne mal mit Sohn Linus im Buggy und Wickeltasche am Arm. So wie beim Ascot-Rennen in Hannover, bei dem sie vergnügt ihren Hut spazieren führte.

„Ich bin nicht besonders modeinteressiert“, gestand Bettina Wulff bei einer Gala in München. Ziemlich spontan kaufte sie da ein rotes Abendkleid, das sie aus dem Schaufenster anlachte. Ansonsten trägt die sportliche Politikerfrau lieber Jeans, bindet sich die Haare zum Pferdeschwanz und verzichtet auf großes Make-up. Sie ist, trotz allen Medienrummels, sie selbst geblieben: eine Frau, die ihre ­bunte Patchworkfamilie liebt und mit ihr vielleicht schon bald das ehrwürdige Schloss Bellevue in Berlin bevölkern wird. „Was auch immer auf uns zukommen mag“, sagt Bettina Wulff, „wir werden es gemeinsam schaffen.“

aki

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