BND-Präsident Schindler gesteht Fehler in NSA-Affäre ein

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BND-Präsident Gerhard Schindler räumte Fehler seines Hauses in der NSA-Affäre ein. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Berlin (dpa) - Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, hat in der Affäre um die Selektoren-Liste des US-Geheimdienstes NSA Fehler eingestanden.

"Bei unserer Kooperation mit der NSA in Bad Aibling haben wir Fehler gemacht", sagte Schindler der "Bild". Zwischen 2005 und 2013 sei die Selektoren-Liste, also die Suchbegriffe der NSA, nur unzureichend überprüft worden. "Das haben wir geändert", sagte Schindler. Jetzt würden die US-Selektoren "gründlich und systematisch" geprüft.

Die Kritik am BND im Zuge der NSA-Affäre hält Schindler jedoch für völlig überzogen. "Kritik ist völlig in Ordnung, vor allem, wenn sie berechtigt ist. Viele Vorwürfe waren völlig überzogen. Der Vorwurf, der BND habe deutsche Interessen verraten, war sehr schwerwiegend und ungerechtfertigt. Er hat viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen gemacht." Gerade im Kampf gegen den Terrorismus habe der BND "ganz erheblich" von guter Zusammenarbeit mit den Amerikanern profitiert.

Das gelte vor allem im Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak. "Die Kooperation mit anderen Diensten ist essentiell und absolut unverzichtbar." Das gelte vor allem für die Partner in der Region, die sich vor Ort besonders gut auskennten. "Insbesondere ohne die Informationen der Amerikaner geht es nicht. Ihre Nachrichtendienste sind am leistungsfähigsten", sagte Schindler.

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