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Streik beim BR: Mehrere Radio-Sendungen fallen aus – Streit könnte länger dauern

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Von: Florian Naumann

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Funkhaus des BR Bayerischer Rundfunk an der Arnulfstraße in München
Das Funkhaus der BR an der Münchner Arnulfstraße. © IMAGO / Ralph Peters

BR-Hörer dürften sich am Mittwoch wundern: Musik statt Nachrichten und Sendungsausfälle sind im Radio mitzuerleben. Grund ist ein Streik.

München – Hörer der Radio-Programme des Bayerischen Rundfunks (BR) hatten am Mittwochvormittag (9. November) Anlass zu Verwunderung: Der Nachrichtensender BR24 etwa berichtete nicht über die teils dramatisch verlaufenden US-Midterms – sondern sendete Popmusik des Schwesterkanals Bayern1.

Hintergrund ist ein Streik-Aufruf, der Ausstand soll den ganzen Tag laufen, bis in die Nacht zum Donnerstag hinein. Die Gewerkschaft ver.di und der Bayerische Journalistenverband (BJV) fordern höhere Gehalts- und Honorarzahlungen, wie der BR selbst auf seiner Homepage mitteilte. Laut BJV sind auch Kundgebungen vor dem – in absehbarer Zeit neu aufgestellten – Funkhaus in der Münchner Arnulfstraße und vor dem Studio Franken in Nürnberg geplant.

Bayerischer Rundfunk: Streik am Mittwoch – Radiosendungen entfallen

Die Verhandlungen laufen offenbar zäh: Bereits am 13. Oktober fand ein Warnstreik statt. Gesprochen werden soll laut BJV erst am 25. November wieder. Die Mitarbeiter fordern dem Verbandzufolge ein „Gesamtvolumen“ von 6 Prozent mehr Lohn und Honorar für 12 Monate. Der BR hat nach eigenen Angaben 2,8 Prozent mehr für 24 Monate und eine Einmalzahlung angeboten. Auch über sachgrundlose Befristungen und Unterschiede der Einkommen von festen freien Mitarbeitern und festangestellten wird gestritten.

Den Konflikt bekommen nun die Nutzer der BR-Programme zumindest indirekt zu hören. Auf Bayern2 etwa fiel um 8.30 Uhr die „KulturWelt“ aus, auch bei BRKlassik gab es bereits ab 6 Uhr Änderungen im Programm. Weitere Einschränkungen werden dem Bayerischen Rundfunk zufolge auch im Laufe des Tages spürbar sein:

(fn)

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