Bremer Wahlrecht für Jugendliche regt Diskussion an

Berlin - Erstmals bei einer Landtagswahl können an diesem Sonntag in Bremen auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Das Experiment weckt auch bundesweit das Interesse der Parteien.

“Ich bin für ein Wahlrecht mit 16 Jahren auch auf Bundesebene. Es geht dabei um ein Recht und nicht um eine Pflicht“, sagte der Bundestagsabgeordnete und frühere SPD-Chef Franz Müntefering dem “Hamburger Abendblatt“ (Samstag). Grünen-Parteichefin Claudia Roth schloss sich der Forderung an. “Bremen macht deutlich, dass die Herabsenkung des Wahlalters auf 16 Jahre der richtige Schritt ist, Jugendliche für Politik zu begeistern.“

Auch die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagfraktion, Miriam Gruß, erklärte, sie habe “viel Sympathie dafür, das Wahlalter auch bei Bundestagswahlen auf 16 Jahre herabzusenken. Dieses Thema sollten wir in Partei und Fraktion nochmals aufgreifen“, sagte sie. Der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, Peter Altmaier (CDU), will erst die Bremer Erfahrungen prüfen. “Wenn das politische Interesse und die Wahlbeteiligung der 16- und 17-Jährigen hoch sind, wird es sicherlich noch einmal eine Debatte über das Wahlalter geben“, sagte er dem “Hamburger Abendblatt“. “Prinzipiell sind wir der Ansicht, dass das Wahlrecht ab 18 Jahren richtig ist.“

dpa

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