Litauen glaubt an Protestvotum

Bulgarien und Moldau wählen russlandfreundliche Kandidaten

Moldau - Litauens Außenminister Linas Linkevicius erwartet nach den Siegen von russlandfreundlichen Kandidaten bei den Präsidentenwahlen im EU-Land Bulgarien und der Ex-Sowjetrepublik Moldau keine größeren Änderungen in der Außenpolitik beider Länder.

Die Wahlen seien nicht zwangsläufig Entscheidungen für oder gegen Russland, sondern innenpolitisch motivierte Protestvoten gewesen, sagte Linkevicius am Montag in Vilnius. Aus seiner Sicht stimmten die Bürger jeweils gegen die von Korruption und anderen Problemen belasteten Regierungen der beiden südosteuropäischen Länder.

Der Wahlausgang sollte aber dennoch als Signal für Europa betrachtet werden, sagte Linkevicius der Agentur BNS. Sollte die Kluft zwischen Volk und Regierung zu groß werden, werde es mehr solcher Überraschungen geben. Bei den Stichwahlen um das Präsidentenamt siegte am Sonntag in Bulgarien der Oppositionskandidat Rumen Radew, in Moldau setzte sich der prorussische Bewerber Igor Dodon durch.

dpa

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