Beispiel Kinderkrippe in Neubiberg

So werden in Bayern Steuern verschwendet

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Die Kinderkrippe der Bundeswehruniversität München. Dort seien die Baukosten um rund 40 Prozent auf knapp 2,5 Millionen Euro explodiert.

München - Der Bund der Steuerzahler kritisiert im "Schwarzbuch" Steuerverschwendungen in Bayern. Zum Beispiel die Kinderkrippe auf dem Gelände der Bundeswehr-Uni in Neubiberg.

Überteuerte Bauvorhaben, kostspielige Gutachten, zweifelhafte Kongresse: Der Bund der Steuerzahler prangert in seinem neuen „Schwarzbuch“ zahlreiche Fälle von Steuerverschwendung in Bayern an. Kritisiert wird zum Beispiel der Neubau der Kinderkrippe auf dem Gelände der Bundeswehr-Uni in Neubiberg bei München. Dort seien die Baukosten um rund 40 Prozent auf knapp 2,5 Millionen Euro explodiert. Jeder einzelne Kita-Platz kostete demnach etwa 68.000 Euro – im Bundesschnitt sind es lediglich 36.000 Euro. Für eine Fachkonferenz über das Gehen (Titel: „Walk 21“) wurde mehr als eine halbe Million Euro ausgegeben, obwohl dort Selbstverständlichkeiten wie diese herausgekommen seien: „'Walk 21' hat deutlich gemacht, wie wichtig körperliche Aktivität für die persönliche Gesundheit ist.“

Bis zu acht Milliarden Euro pro Jahr verschwendet

Insgesamt schätzt der Verband die Steuerverschwendung durch die Verwaltungen in Bayern auf sieben bis acht Milliarden Euro pro Jahr. „Wir haben keine großen Schwierigkeiten, dieses Schwarzbuch zu füllen“, sagte Verbandspräsident Rolf von Hohenhau bei der Vorstellung des Buches am Dienstag in München. Dabei gehe es nicht nur um große Fälle von Verschwendung, sondern auch um viele kleine Beispiele. „Geld wird in großen und in kleinen Mengen verschwendet.“

dpa

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